Wozu Getriebeöl wechseln ?? ( Automatik )

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#1
Habe jetzt seit 320645km ( solange hab ich das Auto ) zum erstenmal Getriebeöl gewechselt. Drei Liter raus, drei Liter Dexron III rein, und..... nix, schaltet genauso sanft und weich wie all die Jahre vorher. Die alte Brühe riecht n bißchen streng, aber keinesfalls nach verbrannt oder ähnlich unerfreulichem, absolut keine Verunreinigungen wie Abrieb oder gar Splitter ( probierte natürlich auch mit einem Magneten ) , nahm extra eine neue weisse Schüssel, damit mir kein Krümel entgeht, aber es war nix zu sehen.

Ist auch klar, bei trockenem Getriebe gehen glaub ich neun Liter rein, den Wandler kann man garnicht leerlaufen lassen, Bremsbänder, die Abrieb erzeugen sind keine drin, also ist die ganze Wechselei mehr eine psychologische Angelegenheit, denn drei neue Liter vermischen sich und das Gemisch dann ist nicht viel besser als es war, als das Auto vom Band lief.

Hätte ich mir sparen können.....


durchhalten

Roland
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#2
Klar kommt kein metallischer Abrieb mit raus, der hängt nämlich an den 2 Magneten in der Ölwanne! Nach den vielen Kilometern war der Ölwechsel, ohne das Sieb zu erneuern und reinigen der Magneten und Ölwanne wirklich überflüssig (dann kommen übrigens 4,5l raus) . Bremsbänder hat das Getriebe zwar keine, dafür aber jede menge Kupplungsscheiben und die erzeugen auch Abrieb.
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#3
Naja, ich las halt mal irgendwo, das Automatikgetriebeölwechseln an sich überflüssig ist, weil das Öl selbst nicht verschleissen kann, und chemisch nur geringfügig altert, in der Spezifikation die Alterung berücksichtigt ist, und vor allem nicht mit Rückständen aus Verbrennungsprozessen beaufschlagt und keinen hohen Temperaturen ausgesetzt ist.

Wenn also der magnetische Teil des Abriebs an besagten Magneten hängt, der nichtmagnetische Teil im Sieb, und das Getriebe aber makellos funktioniert nach sovielen Kilometern, dann scheint es nicht zwingend notwendig zu sein Öl zu wechseln, immerhin habe ich eine Menge Ölwechsel übersprungen ohne Defekt oder Betriebsstörung.

Sicher kann ich Magnete reinigen und Sieb tauschen, aber wozu ?
Wäre das in etwa so erforderlich wie Öl und Filterwechsel am Motor, müsste mein Getriebe längst verendet sein, oder nicht.

Was, wenn die Oberfläche der Magneten und die wirksame Filterfläche des Siebes so dimensioniert sind, das sie Abriebe aus 500000km ohne Reinigung binden können ?
Wissen wir jetzt natürlich nicht genau, aber ich was ich objektiv weiss, ist, das es zumindest mal 320000km problemlos ging, das ist ein Faktum, wer tritt den Gegenbeweis an ?


durchhalten

Roland
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#4
Der Gegenbeweis? Ca. 15 V8 mit überfälligem Getriebeölwechsel die nach dem von mir durchgeführtem Wechsel von Öl und Filter alle deutlich weicher geschaltet haben als zuvor. Ich bezweifle ja nicht, das Dein Getriebe funktioniert und schaltet wie neu und möchte Dich auch nicht dazu überreden, es "richtig" zu machen (ist ja Dein Auto), ABER die Aussage, der Wechsel sei unnötig, halte ich für gewagt. Schau Dir bei Gelegenheit mal den Schmodder an, der an den Magneten und im Sieb hängt, das ist angesichts der bekannt engen Toleranzen im Getriebe beängstigend (meine Meinung).

Bearbeitet von Sebastian

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#5
Oh na klar, das will ich auf keinen Fall bezweifeln, objektiv kann ich auch nur mein eigenes Getriebe beurteilen, denn da weiss ich lückenlos ab Neuzulassung, was mit dem Auto passierte, und ich kann eine ziemlich präzise Aussage machen darüber, wieviele BAB-km und wieviele Stadt und Landstrassen-km, bei allen BAB-km sogar mit Durchschnittsgeschwindigkeiten,zurückgelegt wurden.

Da hast es du schon schwerer, zu beurteilen ob alle deine Patienten auch wirklich so behandelt werden wie man dir erzählt.....


Bei mir überwiegen die schnellen BAB-km, womit sich der Kreis schliesst :
Die Brennerei tut dem Auto gut ! durch die langen Warm-Phasen keine Probleme mit Rückständen aus unvollständiger Verbrennung und Oxidationsprodukten in allen Aggregaten, Feuchtigkeit dampft problemlos aus, "kalt-lauwarm-kalt-lauwarm-kalt" usw stresst das ganze Zeug "kalt - warm - gut warm - sehr gut warm - heiss - gut warm - warm - kalt" nicht.


praktisch heisst das, wenn ich nach 550km im Eilgang morgen nacht wieder daheim bin, läuft der Motor / fährt das Auto sanft und weich, nach ner Woche Stadtverkehr hier in HH mit grob zwei Millionen Ampelstarts hinter hanseatischen Schlafmützen läuft er fast unwillig.....


Roland
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#6
Habe bei meinem Getriebe vor dem großen Umbau auch den Wandler entleren können! Da er ja ausgebaut war! Habe auch das Sieb erneuert! Und die Wanne Sauber gemacht!

Es liegt schon so mancher Dreck dirnne! Da gibet nix!

probleme bekommst du dann, wenn die Magnete die verunreinigungen nicht mehr Halten können, und sie durch die 5 ventile und die Labyrint Plattten Spülen! Dann wirds irgendwann mal ruhig im Gehäuse!
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#7
Regelmäßig mal ne längere Strecke braucht jedes Auto unbedingt mal. Nach einer Woche Zur-Arbeit-Kurzstrecke ist meine Kiste auch immer recht zickig.
Deshalb fahr ich auch gern regelmäßig zu Tom und Alex nach Legan, dann gehts auch dem 8er wieder gut :-) (Wo Du ja auch mal aufkreuzen könntest wenn Du schon in HH tätig bist )
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#8
Daran besteht auch kein Zweifel, aber nach wieviel Kilometern wird das sein ? Vielleicht sind Magnete und Sieb so ausgelegt, das sie länger / mehr Abrieb binden als die Systemlebensdauer ist ?

Schliesslich gibt es seit geraumer Zeit Automatiken / Getriebe mit "lebenslang" Ölfüllung.

Bei einem Automatikgetriebe, wo alle Schaltvorgänge vom Anwender entkoppelt sind, lässt sich leicht ermitteln, in welcher Laufzeit sich welche Mengen an Abrieb einstellen, sagen wir im Mittel wurden empirisch 2 Gramm magnetischer Abrieb über die konzipierte Lebensdauer ermittelt, dann ist ein Klacks, einen Magneten einzubauen, der, sagen wir mit zweifacher Sicherheit 6 Gramm binden kann, und schon wird eine Reinigung innerhalb der Lebensdauer hinfällig.

Das gleiche lässt sich beim Sieb für die nichtmetallisch / nichtmagnetischen Abriebe ermitteln, und ebenso kann auch hier die wirksame Filterfläche entsprechend bemessen werden.

Wie auch immer, mein braves Getriebe hat allen Unkenrufen zum Trotz bis jetzt ohne jeden Service durchgehalten, und lässt auch nicht erkennen, das ein baldiges Ende in Sicht ist.

Ich kenne die konzipierte Lebensdauer meiner Automatik nicht, aber es ist immerhin möglich, das ich bereits darüber hinaus bin, was bedeuten würde, das es eine Lebensdauerölfüllung hatte.

Schliesslich legt kein Autobauer wert darauf, das seine Erzeugnisse sehr lange ( in Jahren ) halten, 10 Jahre sind da schon relativ viel, weil die Autos dann weit über einen Modellwechsel hinaus laufen, was schlecht fürs Geschäft ist.

Ich habe keinen Leitfaden, aber steht denn da explizit drin, das nach soundsoviel km Sieb und Magnete gereinigt werden sollen, oder nur dann, wenn das Getriebe wegen eines Defekts geöffnet wurde ?


durchhalten

Roland
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#9
Ich hab nichtmal einen leisen Verdacht, wo Legan ist, könnte allerdings meinem Navi mitteilen das ich wünsche dorthin geführt zu werden, da hast du Recht.

Fliege aber Sonntag nach Italien zu Tests in Mugello, bin dann erst übernächste Woche wieder in HH.


durchhalten

Roland
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#10
Moin Roland,
das ATF unterliegt je nach Getriebebauart, Fahrbedingungen (auch Fahrstil) unterschiedlichen Belastungen.
Die alten drei Gang - Automaten, Abkömmlinge der amerikanischen Borg Warner Getriebe, wie sie z.B. in alten DB eingebaut waren, waren sicher anspruchsloser, was den regelmäßigen Wechsel des Öles angeht. Die Lebensdauer des Öles spielte da keine so große Rolle, weil z.B. die Bremsbänder vorher kaputt gegangen sind.
Es gibt aber z.B. das ZF 4HP18 Getriebe, das im Citroen XM im SAAB 9XX (und in anderen Fahrzeugen afaik auch noch) eingebaut wurde. Dieses Getriebe ist extrem anfällig da das Ölsieb kreislauftechnisch hinter dem Steuerblock liegt. Das ist großer Mumpitz denn dieser Steuerblock beeinhaltet ja bekanntlich Schieber und Ventile die mit extrem engen Passungen gefertigt sind. Bei diesen engen Toleranzen bedeuten kleinste Schmutzpartikel im Öl den Gau- das Getriebe schaltet dann gar nicht mehr oder zumindest nicht mehr einwandfrei.
Das ist auch das Hauptproblem anderer, sicher besser konstruierter Getriebe. Bremsbänder und Kupplungen halten meistens länger als der Rest des Autos sofern das Fahrzeug nicht ständig im Stadtverkehr (Stadtverkehr gilt bei Automobilen nach wie vor als erschwerte Betriebsbedingung) bewegt wird. Abrieb entsteht jedoch immer. Metallische Rückstände werden, wie schon gesagt wurde, an Magneten gebunden, die in der Regel groß genug sind, die Partikel eines ganzen Getriebelebens aufzunehmen. Schwieriger ist das schon mit den nicht magnetischen Verunreinigungen. Man kann nämlich leider nicht beliebig große Filterflächen (sei es durch deren Größe oder durch die Anzahl der Filter / Siebe) vorsehen, um das Öl ein ganzes Leben lang sauber zu halten. Angefangen damit, dass der Filter natürlich möglichst fein aber gleichzeitig durchlässig genug sein soll , um nicht als allzu großes Hindernis im Ölkreislauf zu stehen, ist es vielfach schlicht ein Platzproblem. Es fehlt der Einbauraum, das Gewicht spielt eine Rolle und am Ende auch der Preis. Es ist doch alle Male günstiger dem Käufer regelmäßige Ölwechsel aufzuerlegen als in jedes Getriebe zusätzliche oder größere Filter einzubauen.
Citroen schreibt beim 4HP18 Getriebe einen ATF-Wechsel alle 20TKM vor. Ich mache es alle 10TKM und bin einer der Wenigen, deren Getriebe die 150000KM Marke lebend überschritten haben. In meiner Zitrone arbeitet nach 354000KM immer noch der erste Motor (V6) und der erste Automat, eine Seltenheit bei diesem Modell.
Die größete Gefahr ist und bleibt (neben Ölmangel durch Undichtigkeiten) der Schmutz, der über das Öl in den Steuerblock gelangen kann. Deshalb kann ich dann auch nur bestätigen, was Sebastian schon gepostet hat: Der Wechsel von (nur) 3L ATF ohne Filterwechsel ist in der Tat nicht sinnvoll.
Puristen wechseln das ATF übrigens gerne zwei mal. Das alte Öl wird abgelassen und erneuert. Dann wird nach ca. 500 - 1000KM das neue Öl wieder abgelassen und noch einmal erneuert. Das abgelassene Öl wird zur Spülung beim folgenden, turnusmäßige Ölwechsel aufbewahrt.
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#11
Hi,
wer schon mal die Getriebeölwanne abgenommen und da reingesehen hat,der weiß warum er gewechselt hat .
Einen einfachen Wechsel des ATF würde ich nur "zwischendurch" zur Erneuerung machen,bringt wirklich nicht viel,zumindest nicht auf Dauer.
Wenn im Getriebe erstmal ein defekt vorliegt,bringt ein ATF-Wechsel auch nichts mehr,lieber einmal zuviel,als einmal zuwenig gewechselt .
Ich wechsel jetzt nach 207 Tkm,weil ich das Getriebe+Motor neu verbaue und die Vorgeschichte nicht kenne,ATF habe ich schon abgelassen,sah auch noch gut aus,aber ich habe keine Lust,wegen einem defekten Getriebe die ganze Arbeit nochmal auf mich zu nehmen.
Gruß Thomas


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#12
naja, roland, nicht jeder hat das geld für das risiko eines getriebeschadens über. lieber wechsle ich, als bei 180000km festzustellen, die 80 € für den wechsel wären doch besser gewesen als die jetzt fälligen xxx- bzw. eher wohl xxxx € für den wechsel des getriebes.
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#13
Moin : also ich kann behaupten das es bei mir bei 218000km nötig war das Öl zu tauschen.Denn an den beiden Magneten war Spänne von gut 2cm rum und das ist nicht erfunden. Das Öl sah aus wie Altöl und nicht leicht Rosa und das Sieb war so Dicht wie bei einem Kaffefilter.4,5 Liter sind wieder rein gekommen.

gruße aus dem Sonnigen Harz
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#14
... dann nimm doch mal die Wanne ab!
Nur so zum Spaß...
Jede Wette Deine Gesichtszüge würden einfrieren
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#15
Habe in meiner Bildungslaufbahn auch einen Kurs über Hydraulik und Pneumatik belegt! Das wichtigste im ganzen System ist der Filter, ist der nicht Ok, oder falsch bemessen, ist der Gau programmiert!

Die Reihenfolge eines Systems sollte immer sein: Tank, Pumpe, Filter, Steuerblock, Zylinder/Antriebe, Tank.

In der Tat ist die Steuerung Mega empfindlich! Ein Paar Partikel metalstaub, wie er beim feilen mit ner feinen Feile auf Metall entsteht, reicht um ne Pumpe zu killen oder nen Block lahm zu legen!

Gruß rainer
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