Hallo Experten,
ich hab da mal noch ne' Frage...
Hier wurde schon oft über den Lenkungsdämpfer geschrieben. Könnte mir bitte jemand schreiben wozu er da ist und wie es sich bemerkbar macht wenn er defekt ist?
Die gleiche Frage hätte ich zum Hitzdrahtluftmassenmesser woran merkt man das er defekt ist/wozu ist er da? Ich weiß das er Einfluß auf die menge des einzuspritzenden Kraftstoffs hat.
Ich würde mich freuen wenn mir jemand antworten könnte.
Nochwas. Gibt es beim 4,2er unterschiedliche Motorsteuergeräte? Weil der 4,2 ab 91? gebaut wurde? Könnte ich ein solches Motronicsteuergerät in einem 93er Verwenden?
So das reicht ja erstmal.
Nochmals vielen Dank für eure Antworten, super Leute hier.
Ein schönes Wochenende wünscht euch, Martin aus Berlin.
Technische Frage
8 posts · 978 views · started
Hi Martin,
Der Lenkungsdämpfer soll verhindern, das schnelle Anregungen durch Fahrbahnunebenheiten direkt ins Lenkrad übertragen werden.
Bei einer Zahnstangenlenkung, die mit wenig Umdrehungen von Anschlag zu Anschlag auskommt, also sehr direkt ist, ist ein solcher Lenkungsdämpfer notwendig, weil eben durch die Zahnstange Kräfte sehr leicht ins Lenkrad übertragen werden.
Andere, meist nicht servounterstützte Lenkungen, die mit Schnecke/Rolle-Antrieb/Kugelumlauf oder ähnlichem arbeiten, wirken leicht selbsthemmend, deswegen brauchen die oft keinen Lenkungsdämpfer.
Konstruktiv ist beabsichtigt, dem Anwender eine Rückmeldung der Strasse ins Lenkrad zu liefern, und bei einer direkten Lenkung lässt sich das sehr leicht über einen Lenkungsdämpfer beeinflussen, wieviel von der Strasse du im Lenkrad merkst.
...durchhalten...
Roland
Der Lenkungsdämpfer soll verhindern, das schnelle Anregungen durch Fahrbahnunebenheiten direkt ins Lenkrad übertragen werden.
Bei einer Zahnstangenlenkung, die mit wenig Umdrehungen von Anschlag zu Anschlag auskommt, also sehr direkt ist, ist ein solcher Lenkungsdämpfer notwendig, weil eben durch die Zahnstange Kräfte sehr leicht ins Lenkrad übertragen werden.
Andere, meist nicht servounterstützte Lenkungen, die mit Schnecke/Rolle-Antrieb/Kugelumlauf oder ähnlichem arbeiten, wirken leicht selbsthemmend, deswegen brauchen die oft keinen Lenkungsdämpfer.
Konstruktiv ist beabsichtigt, dem Anwender eine Rückmeldung der Strasse ins Lenkrad zu liefern, und bei einer direkten Lenkung lässt sich das sehr leicht über einen Lenkungsdämpfer beeinflussen, wieviel von der Strasse du im Lenkrad merkst.
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Roland
Erneut Hi Martin,
Die Einspritzung braucht, um die jeweils korrekte Kraftstoffmenge zu berechnen, eine Möglichkeit, die eingesaugte Luft in Menge und Masse zu messen
Früher hatte man dazu Luftmengenmesser, die z.B. mit einer Klappe die vom angesaugten Luftstrom bewegt wurde, die Luftmenge maßen.
Das Problem ist dabei das Luft bzw alle Gase in Abhängigkeit von Druck und Temperatur ihre Dichte bzw. Masse ändert.
Für die Gemischaufbereitung ist aber grade die Luftmasse wichtig, deshalb wurde früher Druck und Temperatur oder nur die Temperatur im Ansaugtrakt mitgemessen um damit die korrekte Masse zu ermitteln.
Zum Beispiel hätte ein Kubikmeter Luft bei 21° und 1013,25mbar eine Masse 1, dann wäre die Masse bei 30° und gleichem Druck schon um 9/273stel kleiner.
Würde die Einspritzung das nicht erkennen, würde der Motor überfetten usw.
Um das ganze mit höherer Präzision zu erfassen entwickelte man Luftmassenmesser die nicht die Menge, aber die Masse der vorbeiströmenden Luft erkennen.
Das Prinzip ist ganz simpel, z.B. ein Draht wird auf eine bestimmte Temperatur erhitzt und die dazu notwendige Energiemenge ist bekannt.
Steht der Heisse Draht in einem Luftstrom, wird er davon abgekühlt.
Von dichter ( hoher Druck ) stärker als von dünner Luft ( niedriger Druck ) .
Von kalter ( hohe Dichte ) stärker als von warmer Luft ( niedrige Dichte ).
Die Elektronik versucht aber die Temperatur des Drahtes konstant zu halten, und misst die jeweils notwendige Energiemenge. Aus deren Veränderung lässt sich leicht auf die Luftmasse schliessen.
physikalisch spielt nur die Dichte eine Rolle weil Druck oder Temperatur nur quasi den Abstand zwischen den Atomen beeinflussen.
Das heisst ein Motor hat mit heisser aber dichter Luft dieselbe Leistung wie mit kalter aber dünner Luft.
Turboladermotoren haben Ansauglufttemperaturen von manchmal über 90°, drucklos würde sich da wegen der geringen Dichte der Luft kein brennbares Gemisch mehr bilden.
Die Motroniken helfen sich, wenn der Luftmassenmesser kaputt ist, mit einem "Limp Home Mode",das Steuergerät versucht dann mit Ersatzwerten wie Drosselkappenstellung, Lufttemperatur usw. den Motor trotzdem am Laufen zu halten.
Abhängig davon, in welcher Situation der Luftmassenmesser kaputt wurde, kann es passieren das du nix davon merkst, ausser das etwas Leistung fehlt, und der Verbrauch etwas steigt.
Kann aber genausogut sein das der Motor nur noch bei hohen Drehzahlen läuft, nämlich dann, wenn bei langer Vollgasfahrt der Luftmassenmesser kaputt wird, das Steuergerät erinnert dann nur noch die Betriebsbedingungen der letzten, sagen wir mal, halben Stunde.
...durchhalten...
Roland
Die Einspritzung braucht, um die jeweils korrekte Kraftstoffmenge zu berechnen, eine Möglichkeit, die eingesaugte Luft in Menge und Masse zu messen
Früher hatte man dazu Luftmengenmesser, die z.B. mit einer Klappe die vom angesaugten Luftstrom bewegt wurde, die Luftmenge maßen.
Das Problem ist dabei das Luft bzw alle Gase in Abhängigkeit von Druck und Temperatur ihre Dichte bzw. Masse ändert.
Für die Gemischaufbereitung ist aber grade die Luftmasse wichtig, deshalb wurde früher Druck und Temperatur oder nur die Temperatur im Ansaugtrakt mitgemessen um damit die korrekte Masse zu ermitteln.
Zum Beispiel hätte ein Kubikmeter Luft bei 21° und 1013,25mbar eine Masse 1, dann wäre die Masse bei 30° und gleichem Druck schon um 9/273stel kleiner.
Würde die Einspritzung das nicht erkennen, würde der Motor überfetten usw.
Um das ganze mit höherer Präzision zu erfassen entwickelte man Luftmassenmesser die nicht die Menge, aber die Masse der vorbeiströmenden Luft erkennen.
Das Prinzip ist ganz simpel, z.B. ein Draht wird auf eine bestimmte Temperatur erhitzt und die dazu notwendige Energiemenge ist bekannt.
Steht der Heisse Draht in einem Luftstrom, wird er davon abgekühlt.
Von dichter ( hoher Druck ) stärker als von dünner Luft ( niedriger Druck ) .
Von kalter ( hohe Dichte ) stärker als von warmer Luft ( niedrige Dichte ).
Die Elektronik versucht aber die Temperatur des Drahtes konstant zu halten, und misst die jeweils notwendige Energiemenge. Aus deren Veränderung lässt sich leicht auf die Luftmasse schliessen.
physikalisch spielt nur die Dichte eine Rolle weil Druck oder Temperatur nur quasi den Abstand zwischen den Atomen beeinflussen.
Das heisst ein Motor hat mit heisser aber dichter Luft dieselbe Leistung wie mit kalter aber dünner Luft.
Turboladermotoren haben Ansauglufttemperaturen von manchmal über 90°, drucklos würde sich da wegen der geringen Dichte der Luft kein brennbares Gemisch mehr bilden.
Die Motroniken helfen sich, wenn der Luftmassenmesser kaputt ist, mit einem "Limp Home Mode",das Steuergerät versucht dann mit Ersatzwerten wie Drosselkappenstellung, Lufttemperatur usw. den Motor trotzdem am Laufen zu halten.
Abhängig davon, in welcher Situation der Luftmassenmesser kaputt wurde, kann es passieren das du nix davon merkst, ausser das etwas Leistung fehlt, und der Verbrauch etwas steigt.
Kann aber genausogut sein das der Motor nur noch bei hohen Drehzahlen läuft, nämlich dann, wenn bei langer Vollgasfahrt der Luftmassenmesser kaputt wird, das Steuergerät erinnert dann nur noch die Betriebsbedingungen der letzten, sagen wir mal, halben Stunde.
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Roland
Hallo Roland,
vielen Dank für die sehr informative Antwort.
Man könnte also erstmal den Hitzdrahtlmm. und den Ansaugluttemp.-fühler tauschen da diese Bauteile ja verbrauchsbestimmend sind. Mein Verbrauch(Auto) ist in den letzten 1 1/2 Jahren kontinuirlich gestiegen. Von 13,5 auf 16,0 Liter auf 100km im Stadtverkehr Lambdasonde ist neu. Auf der Autobahn schafft er mit viel Mühe Tacho 250 aber hier steht immer die 4,2 laufen 280?
Man muß dazu sagen das der Vorbesitzer das Auto fast ausschließlich inder Stadt bewegt hat. Der Motor ist jetzt 92000Tkm gelaufen. Was könnte noch die Ursache für den Verbrauchsanstieg sein?
Danke sagt Martin
vielen Dank für die sehr informative Antwort.
Man könnte also erstmal den Hitzdrahtlmm. und den Ansaugluttemp.-fühler tauschen da diese Bauteile ja verbrauchsbestimmend sind. Mein Verbrauch(Auto) ist in den letzten 1 1/2 Jahren kontinuirlich gestiegen. Von 13,5 auf 16,0 Liter auf 100km im Stadtverkehr Lambdasonde ist neu. Auf der Autobahn schafft er mit viel Mühe Tacho 250 aber hier steht immer die 4,2 laufen 280?
Man muß dazu sagen das der Vorbesitzer das Auto fast ausschließlich inder Stadt bewegt hat. Der Motor ist jetzt 92000Tkm gelaufen. Was könnte noch die Ursache für den Verbrauchsanstieg sein?
Danke sagt Martin
Hi Martin,
Sowohl der Ansauglufttemperatursensor als auch der Luftmassenmesser werden als Fehler ausgegeben wenn sie nicht funktionieren.
Wenn in deinem Fehlerspeicher nichts davon drin ist dann brauchst du auch nichts auszutauschen.
Beide Sensoren verändern sich mit der Lebensdauer nicht, die sind wie Glühbirnen : entweder geht oder geht nicht.
Also lies mal deinen Fehlerspeicher, wenn kein Fehler da ist, liegt die Ursache für den kontinuierlich gestiegenen Verbrauch woanders.
...durchhalten...
Roland
Sowohl der Ansauglufttemperatursensor als auch der Luftmassenmesser werden als Fehler ausgegeben wenn sie nicht funktionieren.
Wenn in deinem Fehlerspeicher nichts davon drin ist dann brauchst du auch nichts auszutauschen.
Beide Sensoren verändern sich mit der Lebensdauer nicht, die sind wie Glühbirnen : entweder geht oder geht nicht.
Also lies mal deinen Fehlerspeicher, wenn kein Fehler da ist, liegt die Ursache für den kontinuierlich gestiegenen Verbrauch woanders.
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Roland
Ein defekter Luftmassenmesser wird sich auf die Beschleunigung auswirken, er zieht nicht wirklich wei ler in einem Notlaufprogramm des Motorsteuergerätes läuft.
Ein Motorsteuergerät ist auswechselbar beim MKB ABH.
Ein Motorsteuergerät ist auswechselbar beim MKB ABH.
Hallo Roland,
danke für die Antwort. Vielleicht sollte man alles so lassen wie es ist. Das ständige Gestarre auf den Verbrauch macht einen eh bloß verrückt. Der Fehlerspeicher sagte nichts aber das will nicht's heißen wenn die von Audi das machen. Ein Boschfutzi sagte mir mal es könnte sein das die Einspritzdüsen mit nicht korrekten Einspritzzeiten und damit E-mengen arbeiten.
danke für die Antwort. Vielleicht sollte man alles so lassen wie es ist. Das ständige Gestarre auf den Verbrauch macht einen eh bloß verrückt. Der Fehlerspeicher sagte nichts aber das will nicht's heißen wenn die von Audi das machen. Ein Boschfutzi sagte mir mal es könnte sein das die Einspritzdüsen mit nicht korrekten Einspritzzeiten und damit E-mengen arbeiten.
Hi Martin,
Na der "Boschfuzzi" scheint ja seltsame Vorstellungen von der Arbeitsweise einer sequentiellen aktiven Gemischaufbereitung zu haben...
Wenn da die Düsen nicht tun was das Steuergerät vorgibt, dann wird das spätestens an der Lambdasonde erkannt, wenn nicht schon vorher ein Klopfsensor eine Störung erkennt.
Sollte mal eine Düse undicht oder sonstwie beschädigt sein, merkst du das im Leerlauf schon ganz deutlich, weil der Motor dann zu vibrieren anfängt.
Meine Erfahrung bei Verbrauchsschwankungen ist, das die mehrheitlich durch eine "veränderte oder gestörte Auge-Fuss-Koordination" verursacht werden....
...durchhalten...
Roland
Na der "Boschfuzzi" scheint ja seltsame Vorstellungen von der Arbeitsweise einer sequentiellen aktiven Gemischaufbereitung zu haben...
Wenn da die Düsen nicht tun was das Steuergerät vorgibt, dann wird das spätestens an der Lambdasonde erkannt, wenn nicht schon vorher ein Klopfsensor eine Störung erkennt.
Sollte mal eine Düse undicht oder sonstwie beschädigt sein, merkst du das im Leerlauf schon ganz deutlich, weil der Motor dann zu vibrieren anfängt.
Meine Erfahrung bei Verbrauchsschwankungen ist, das die mehrheitlich durch eine "veränderte oder gestörte Auge-Fuss-Koordination" verursacht werden....
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Roland
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