Also Jungs, die neuen originalen Bremsseile von Audi kann ich mir schön ins Lager für schlechte Zeiten legen. Aber es war gut sie dabei zu haben, falls die verbauten doch festgesessen hätten. Wie ich eigentlich zu Anfang auch vermutet habe, saßen die Feststellhebel im Sattel fest. also der VAG bekannte Rost in der Buchse. Hatte aber noch Glück und konnte mit viel Geduld und Rostlöser die Biester wieder gängig machen. Der Gammel war noch nicht so weit vorgeschritten. Man kann die Schraube, wo die Spiralfeder dran sitzt lösen und den Hebel leicht rausziehen. Aber Vorsicht, falls das hier einer liest, der das noch nicht gemacht hat, nicht mehr als 3 mm !!! Danach sieht man etwas Rost, der zwischen dem Bolzen und dem Dichtring die Drehbewegung hemmt. Rostlöser, kleiner Schlitzschraubendreher und Druckluft helfen da weiter. Aber Vorsicht, nicht die Dichtung beschädigen !!! Nach dem ganzen Spaß noch ordentlich mit wasserfestem Haftschmierstoff einjauchen und immer schön mit leichten Drehbewegungen das ganze gangbar machen, bis die Spiralfeder den Hebel wieder alleine in die Endposition bringt. Wie lange das jetzt so hält interessiert mich auch mal. Um ehrlich zu sein hätte der Einbau überholter Bremssättel die gleiche Zeit in Anspruch genommen. Da ich aber ohnehin im Sommer das Bremssystem neu befüllen muß, werde ich das mal beobachten. Mein V8 stand ja 2 Jahre immer draußen. Jetzt habe ich endlich eine Garage gefunden (echt schwer hier im Pott). Ich will sehen, ob das Festgammeln der Bolzen auch im Trockenen passiert. Ich persönlich schreibe das eigentlich der 1 - 2 Wöchentlichen Standzeit bei Wind und Wetter zu. Schaun wir mal.
Ich kann von dieser Art der "Reparatur" eigentlich nur abraten. Wenn die Hebel festgerostet sind nützt es nicht viel da mit Rostlöser und Wackeln herumzumachen. Im schlimmsten Fall gelangen dann die Rostplacken noch tiefer ins Wellengehäuse und schmirgeln dann die Lagerbuchse des Hebels auf. Wenn der Hebel fest sitzt hilft nur ein Austausch des Sattels oder eine Reparatur bei der der Sattel vollständig zerlegt und instandgesetzt wird.
das ist auch ganz genau meine Beobachtung. Noch nie hat das "Wiedergängigmachen" der Sättel länger als ein paar Wochen/wenige Monate funktioniert - die Bremse ging immer wieder fest.
Was die Garage anbelangt, an Frank: Mein A8 steht meist draußen, ist ein Ganzjahresfahrzeug, ich verwende die Handbremse regelmäßig und alles funktionierte wunderbar, bis der Wagen ein paar Wochen in einer Tiefgarage stand, bis ich Zeit fand, ihn nach dem Wechsel des Lenkgetriebes wieder zu übernehmen.
Plötzlich war ein Sattel hinten fest und die ganzen Bremsscheiben rundum hatten ordentlich Rostbefall. War die Bremse vorher wirklich wie neu, also absolut lautlos beim Bremsen, so hatte ich nachher das Gefühl, ich würde Nägel in die Scheiben treiben, so heftig hörte sich da an. Seither genügt auch eine Woche Standzeit bei feuchtem Wetter, dass ich den ganzen Rost wieder runterbremsen muss.
Es kommt also wirklich sehr auf die Art der Garage an (trocken und belüftet oder nicht), ob sich das positiv oder negativ auf die Korrossion auswirkt. Meine beiden Oldies (V8 und 20V) stehen oft monatelang in einer trockenen Garage, wo außerdem Heizungsrohre durchlaufen - da setzen die Bremsen auch nach so langer Standzeit nicht den geringsten Rost an.
Ich hatte dieses Jahr für ein paar Monate eine - auch noch verdammt teure - Tiefgarage gemietet (nicht die ganze Garage, natürlich....), bei der auch die Belüftung nicht ordentlich war. und da kam mir sogar vor, es würde muffig riechen, wenn ich nach ein paar Tagen ins Auto einstieg. Natürlich hab' ich das dann ganz schnell wieder bleiben lassen.
Inzwischen bin ich fast schon der Überzeugung, das Beste ist eine zugige Scheune mit trockenem Boden - am wichtigsten ist die Luftzirkulation und dass es von unten rauf nicht feucht ist. Ist halt mein Gefühl.
Spielt sicherlich auch alles eine rolle! Meine beobachtung.......das Material, hab das gefühl das, das heutige verabeitete material nur noch der letzte rotz ist! Billig, billig
Ja, Jungs. Gebe Euch Recht. Der Rost war zwar nur wenig und nicht so massiv durchgängig. Nur vorne zwischen Dichtring und Welle ein ca. 1mm breiter Rostring. Den habe ich weggekratzt Partikel vorsichtig weggespült und sanft trocken geblasen bevor das Schmiermittel drauf kam. Aber dieser 1mm Ring hat Spuren hinterlassen und dort wird es mit Sicherheit wieder losgehen. Das die Sättel runter müssen ist klar. Will halt noch bis zum Sommer damit hinkommen, da ich erst dann DOT4 neu befülle.
Tim, habe erfahren, daß Du hier uns mit überholten Bremssätteln supportest. Mach mir ruhig ein Angebot per PN. Kannst Dir ruhig einen Altteilepfand einbehalten, bis ich Dir meinen alten Sättel geschickt habe. Kein Problem. Meine Führungsbuchsen sind ok. Habe ich schon gereinigt, neu gefettet und gedichtet. Brauche also nur linken und rechten Sattel der HA.
Der Rost am Bremshebel blüht am stärksten im Bereich des Simmerings und ein Stück weiter unterhalb. Guckst Du Anhang. Der gezeigte Zustand ist keine Seltenheit. Von außen kann man das Ausmaß der Korrosion aber nicht erkennen, dazu muss der Hebel ausgebaut werden, wozu wiederum der Sattel komplett zerlegt werden muss.
Jo Tim. Das ist krass. Vermute bei dem Bild aber ne Kiste mit Wartungsstau und sehr langer Auszeit. Wie gesagt. Hinter und vor meinem 1mm Rostring war alles blanker Stahl. Also Anfangsstadium. Aber egal. Die Dinger werde ich spätestens im Sommer mit der Bremsflüssigkeit ersetzen. Wenn vorher der Mechanismus klemmt dann sofort. Habe schon alles an Zeugs geordert. Danke nochmal für die zügige Reaktion.
Man kann nicht immer vom optischen Zustand der Sättel ausgehen. Ich hatte schon Sättel, die gut aussahen und deren Hebel innen völlig vergammelt waren aber auch umgekehrt. Ich stelle jedoch immer wieder fest, dass billige Aftermarket-Sättel besonders korrosionsanfällig sind und das an Stellen, an denen Originalsättel niemals rosten. Warten kann man an den Sätteln leider nichts - außer man zerlegt sie regelmäßig um die Hebel zu reinigen und zu schmieren. Aber wer macht das schon? Den Hebel mit Rostlöser zu tränken ist jedenfalls kontraproduktiv, weil man so nicht nur, wie vorher schon beschrieben, den Rost tiefer ins Innere des Sattels befördert, sondern auch eventuell noch vorhandene Fettreste am Hebel nach unten spült, wonach der Hebel dann im besonders gefährdeten Bereich schutzlos der Feuchtigkeit ausgesetzt ist. Das Beste, was man dem Hebelmechanismus antun kann, ist die FSB regelmäßig zu nutzen.
Beeindruckenderweise hat man kein bisschen gelernt: Die A8 haben denselben Schmarrn verbaut, später sogar aus Alu, was noch ärger korrodieren soll als die aus Stahl. Und heute? GIbt's den elektrischen Spaß - ich will gar nicht wissen, das das auf lange Sicht heißt. Es überrascht mich auch, wie das als Hilfsbremse durchgehen kann... mit der Handbremse kann ich den Karren notfalls zum Stehen bringen, auch wenn's eine Ewigkaut dauert.
Tja Audi halt! So gern ich mein v8 fahre,wenn der durch ist,was hoffentlich nicht so schnell sein wird,kommt mir nieeeeeee wieder ein auto aus dem Hause Audi aufn Hof! Die Preispolitik in Sachen Teile,wenn sie dann nicht eoe ein ist ne frechheit!Satz Bremsscheiben z.b kannst gleich Insolvenz anmelden,unglaublich und ohne euch hier im forum wäre der wagen schon längst in der Tonne,weil diese deletanten bei Audi dich nur mit großen Augen ansehen wenn du sagst Audi v8.............hä was das denn?haben wir das gebaut!?so nu hab ich mich ausgekotzt...schönen Sonntag noch;-)
He Jungs, nur mal so am Rande. HU heute ohne Probleme bestanden. Bremsen alle ok und Feststellmechanismus immer noch gängig (mal sehen wie lange noch ;-))
Aber egal, die überholten Sättel von Tim liegen schon bereit, sowie neue Schläuche (falls nötig - kosten ja nicht die Welt) und im Sommer kommen die auch mit dem neuen DOT4 rein.
dem Rostfrass vorzubeugen, habe ich die Idee umgesetzt und einen Pfeifenreiniger, ordendlich mit wasserbeständigem Lagerfett versehen, um die Welle gewickelt und somit versucht ein Eindringen von Wasser zu verhindern. Mal sehen ob es Erfolg hat.
"Im Sattel" war glaube ich eine Dichtung die undicht werden kann und dann kommt Bremsflüssigkeit dazwischen die dann den Guss rosten lassen kann.
Jedenfalls kann man die Schraube von der Feder rausdrehen und den Hebel "ziehen" ohne das was passiert, dabei kann man ja mal schauen wieviel schmoddern da dran hängt.