Audi V8 3,6 oder 3,7 L für den Motorsport

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#1
Hallo,
ich bin gerade dran einen Audi V8 als DTM Replika aufzubauen. Der Motor soll auf dem 3.6er aufbauen.

Folgende Kriterien sollen erfüllt werden:

- Verdichtung 11:1
- Nocken 276 °
- Einzeldrossel
- Carbon Luftsammler in Anlehnung orginal DTM
- Fächerkrümmer mit angepasster Auspuffanlage
- Köpfe bearbeitet
- Drehzahlfest bis 8000 U/Min
- Slipper Kolben mit H-Shaft Pleuel sehr leicht

Zum Block habe ich nun ein paar Fragen. Und zwar würde mich interressieren welche Problem der 3,6 L Block aber werk hatte was die beschichtung angeht. Welche Möglichkeiten der bearbeitung gibt es. Wären evtl . die 3,7 L Blöcke besser geeignet ? Wie unterscheiden sich die 3,6 L und die 3,7 L

MfG Stefan
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#2
Hallo,

der 3,6er PT ist definiitv besser geeignet, weil die Wandstärken größer sind. Der 3,6er hatte gar keine Probleme ab Werk. Er hat keine Beschichtung, sondern aus dem Aluminium geätzte Laufbahnen. Wenn du den Zylinder aufbohren möchtest, so musst du die Behandlung der Laufflächen anschließend wieder durchführen. Einfach dürfte es sein, sich bspw. einen Öttinger-Block zu besorgen - der hat von Haus aus schon 4 Liter.

Wenn man einen originalgetreuen DTM Replika angehen möchte, so darf es mMn. gar keine DIskussion sein, welche Maschine die Ausgangsbasis bildet. Sei dir aber dessen bewusst, dass du einige Zehntausend Euro nur in den Motor investieren wirst, bevor da irgendetwas Vernünftiger herauskommt.

Ach gibt es quasi keine Literatur zu diesem Motor. Du wirst also einiges an Recherchearbeit leisten müssen. Bie der ONS gibt es hierzu gar nichts.

Viel Erfolg

Bastian
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#3
Hallo Bastian,
ich möchte den Motor sportlich aufbauen. Wegen den Laufbahnen gings mir nur um den Verschleiß. Weil es kaum noch Motoren mit unter 150tkm gibt. Hubraum ist nicht nötig da ich auf Drehzahl gehen will. Ich werde den Motor nur optisch an den original Motor anlehnen. Technisch wird er anders aufgebaut sein. Super das der 3.6er so ein Problemloser Motor ist. Einzelzündung möchte ich aber trotzdem fahren.

MfG Stefan
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#4
Der Block vom 3sechser ist sicher absolut kein Problem... keine Ahnung was du mit den lahmen 150tkm fürn Problem hast? ist doch gerade eingefahren...
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#5
Es geht mir um den Verschleiß der Laufbahnen. Da ich andere leichtere Kolben fahren will. Wenn möglich in den orginal Laufbahnen. Und bei verschlissenen Laufbahnen muss ich eben den Block bearbeiten lassen.

MfG Stefan
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#6
naja... wenn die Laufbahnen mit 150tkm verschlissen sein sollen, dann wunderts mich ja, dass die Karren locker den drittel von ner Mio. voll machen (und einige schon na an der halben), der Block ist da noch nie ein Thema gewesen... und wenns ja sogar die 4zwoer auf ne halbe Mio. schaffen, dann kann ein 3sechser nur besser sein...

wenn 150tkm zu viel sind, dann musst wohl nen NEUEN nehmen... weil einer mit 100tkm ist ja dann auch schon kaputt...
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#7
Oettinger hatte doch eine andere Kurbelwelle und Kolben.
Gebohrt hatten die doch auch nix?

3,7er kann Vorteile bringen, die Wandstärken sind absolut unkritisch. Beim 4,2er im RS6 gibt es da ja mit über 500PS auch keine Probleme.

Denk bei den Kolben an eine ordentiche Beschichtung. JE hat was im Angebot. Die anderen auch wenn man es passend bestellt.
11:1 erreicht man aber schon mit Original Kram, einfach Kopf etwas planen und den Block...
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#8
Selbstverständlich waren Öttinger-Motoren aufgebohrt.

Wenn ich heute die Wahl habe zwischen einem 3,6er und einem 3,7er, muss ich schon ganz schön knülle sein, wenn ich den 3,7er nehme. Selber Bohrungsdurchmesser wie der 4,2er, aber deutlich weniger Hub. Da kann ich gleich einen 4,2er nehmen, aber wenn's nur einer von beiden sein darf, dann doch in jedem Fall den mit mehr Fleisch!
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#9
Hallo Stefan,

wie Roy in seiner typisch charmenten Art bereits zum Ausdruck brachte, sind hohe Laufleistungen bzgl. der Zylinderwände unkritisch. Ich denke, das ist für dich das einzig relevante.

Es gibt natürlich auch Ausreißer, die Riefen haben, aber der Anteil geht gegen Null. Der PT gilt als äußerst robust und hat, im Gegensatz zum 4,2er, weder Probleme mit erhöhtem Ölverbrauch im Alter noch mit der Thermik; auch die Zylinderkopfdichtung wird seltener beanstandet. Etwaige Urban Legends, eine Beschichtung, die es gar nicht gibt, zersetze sich oder dergleichen kannst du getrost vergessen. Die DTM-V8 hatten auch keine andere Behandlung der Laufbahnen.

Schade finde ich, dass auch du "nur" einen Motor aufbrezeln möchtest, ohne dabei so nahe wie möglich am Original bleiben zu wollen. Genau das wäre ja gerade das Spannende von technischer Seite, wie ich finde.

Aber gut, das musst du für dich entscheiden...

lG

Bastian
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#10
Also ich kenne einen PT der gut Rauchzeichen gibt

Original gibt es ja nix zu erwerben, da wäre aktuelle Technik doch besser.
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#11
Ich kenne es bisher nur Kurbelwelle und Kolben mit niedrigerer Kompressionshöhe.
Sei es drum.

Fleisch um den Zylinder braucht es eigentlich nicht unbedingt mehr, es ist bekannt das der 4,2er Block stabil genug ist.
Aber für die Kolbengeschwindigkeit und auch (!) für die mögliche Ventilgröße im Zylinderkopf ist eine große Bohrung wünschenswert.
Porsche fährt auch große Bohrungen... nicht ohne Grunde.
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#12
Auch du weißt vieles noch nicht

Ja, Martin, deshalb hat Audi ja auch 1992 lieber auf eine umstrittene 180°-KW auf alter Basis gesetzt, als gleich den 4,2er zu nehmen, der doch genauso robust ist, deiner Meinung nach. Come on!
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#13
@Bastian
Ja das ist aber auch einfach eine finanzielle Entscheidung. Und auch die Machbarkeit ist zu bedenken. Ich kann die Carbonluftsammler mache und Krümmer fertigen. Aber eine KW anfertigen lassen dazu dann alles auf die geänderte Zündreihenfolge des DTM Motors abzustimmen und auch neue Nockenwellen anzufertigen übersteigt das Budget bei weitem und ich würde im 6 stelligen Bereich landen.
Deshalb werde ich den 3.6er nehmen und ihn nach alter Schule tunen. Also Alles erleichtern, winkeln, wuchten usw. Dazu eine Frei programmierbare Spritze mit Einzeldrossel Elementen. Das ganze dann optisch so weit es geht an das Orginal angelehnt. Leider ist es anders für Ottonormalverdiener nicht machbar.
Ich würde mir gern einen echten DTM Motor nachbauen aber es ist einfach nicht drin.

MfG Stefan
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#14
Gab es dafür nicht auch im Reglement Gründe für den Hubraum?
Vielleicht war das Vertrauen in die 4,2er noch nicht so groß oder er kam zu spät offiziell auf den Markt?!

Bei den Sachen vor 20 Jahren kann ich schlecht als Zeitzeuge mitreden und kann daher auch nur Infos anderer weitergeben.
Oettinger KW kenn ich jemand der eine hat.
Kann ja mal Hub erfragen.
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