Bremspedal gibt ab und an leicht nach

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#31
Ja so ist es auch. Es wird ja weniger Bremsflüssigkeit verdrängt wenn ein Kolben festklemmt und sich nicht bewegt. Der Pedalweg wird dabei tatsächlich kürzer. Erst wenn der klemmende Kolben sich dann auch in Bewegung setzt, senkt sich das Pedal weiter ab.
Ob man das Stadium davor (drei Koben bremsen bei verkürztem Pedalweg) aber in der Intensität der Abbremsung wahrnimmt, glaube ich nicht. Denn 1. tritt man ja immer so fest auf das Pedal, bis man die gewünschte / gefühlt notwendige Verzögerung erreicht hat und 2. beginnt die Abbremsung dann zwar etwas früher, sie ist aber auch wegen des klemmenden Kolbens weniger ausgeprägt.
DAS könnte der Martin ja mal berechnen

Ich habe ja gelegentlich mit der Reparatur von Bremssätteln zu tun. In dem Zusammenhang hatte ich mir schon vor langer Zeit eine Prüfbank gebaut, in der ich überholte Sättel auf Dichtheit und Funktion prüfen kann. Zudem werden die hinteren Audisättel damit gleich vorgefüllt und und entlüftet.
Diese Prüfbank besteht im Prinzip aus einem (Audi A8) Hauptbremszylinder, den ich mit einem ca. 40 cm langen Handhebel betätige. Ich nutze das Ding üblicherweise nur zur Prüfung und Füllung von Sätteln. Wenn sich aber Kolben nicht aus alten Sätteln ausblasen oder ausdrehen lassen, was durchaus vorkommt, nutze ich die Prüfbank auch dazu, klemmende Kolben aus den Sätteln zu drücken. Das funktioniert immer. Was ich dabei deutlich fühlen und SEHEN kann (weil der Sattel vor meiner Nase auf dem Tisch liegt), ist der relativ große Hebelweg, der sich selbst bei kleinsten Kolbenbewegungen darstellt. Das ist bei einem Bremspedal letztlich auch nicht anders, auch wenn das natürlich eine andere Hebelübersetzung hat, als meine Prüfbank. Aber auch im Pedal spürt man so etwas ganz klar und es kann dabei auch deutlich mehr Weg als nur ein paar Millimeter gehen.

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#32
In Antwort auf:

Wenn meine Bombe z.b. leer war (Riemen rutscht durch wenn Motor steht), dann ist das Pedal bei der ersten Bremsung hart.
Wenn ich dann nen Moment auf der Bremse bleibe, merkt man wie das Pedal etwas weicher wird und auch bleibt.
Die Verstärkung also größer wird.




Das ist technisch nicht möglich. Wenn der Motor steht und der Druckspeicher leer ist, gibt es keinerlei Bremskraftunterstützung mehr.

PS: Was meinst Du mit: "Riemen rutscht durch, wenn Motor steht"?
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#33
Hi,

wie ist denn das: Entspricht der Durchmesser des Kolbens im HBZ in etwa dem des Kolbens in den Sätteln? Wenn ja, dann sollte der Weg am Pedal - die Dehnung der Bremsschläuche außer Arch gelassen - dem Weg am Bremssattelkolben dividiert durch die Anzahl der Sättel ausmachen, oder? Wenn du also nur einen Sattel direkt angeschlossen hast, und der Durchmesser wie gesagt gleich ist, so müsste sich der Kolben im Sattel ja an sich genau so weit bewegen wie du den HBZ bwegst, oder? Hebelübersetzung mal ausgenommen.

vlG

Bastian
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#34
Die Kolbenflächen im HBZ und den Bremssätteln sind gewaltig verschieden. Der HBZ hat zwei Kolben mit je 25,4mm ø, die hinteren Sättel haben ca. 43 mm ø. Die vorderen UFO Kolben haben jeweils einen ø von ca 59 mm.
Es gibt also 2 Übersetzungen: Einmal die über die Kolbenflächen und einmal die über den Hebel am Pedal.
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#35
Ah, wieder was gelernt

Eine Frage aus Neugier noch: Haben die unterschiedlichen Kolbendurchmesser vorne/hinten einen Einfluss auf die Bremskraftverteilung? Instinktiv würde ich sagen: Nein. Wie sieht's wirklich aus?

vlG und danke

Bastian
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#36
Doch haben sie. Die Kolbenkraft berechnet sich aus dem Druck multipliziert mit der Kolbenfläche.
Je größer die Kolbenfläche, desto größer ist auch die Spannkraft. Da hinten nicht überbremst werden soll, sind da auch immer kleinere Bremskolben verbaut.
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#38
Mein Poly-V Riemen rutscht manchmal.
Scheiß Hersteller.
Über Nacht kommt dann manchmal das Bremssymbol in der KI.
Man merkt es auch das die Servo am Anfang kaum geht.

Bombe wurde in der Schmiede schonmal ersetzt, keine Änderung.

Dank Bombe hast du bei Motor aus eine Bremskraftunterstützung, aber nur solange da noch Druck drin ist.

Also Motor aus, Pedal tretten, ist hart.
Motor starten, auf dem Pedal bleiben - rutscht nach unten.
Klar denke ich und auch nachvollziehbar.
Wenn ich jetzt mehrmals mit dem Fuss "pumpe" merke ich wie das Pedal anfängt zu federn.
Der anfänglich steife Druckpunkt (mit Bombenunterstützung) wird weicher.
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#39
Dazu kommt aber noch das Bremsmoment über den Scheibendurchmesser usw.
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#40
In Antwort auf:

Über Nacht kommt dann manchmal das Bremssymbol in der KI.
Man merkt es auch das die Servo am Anfang kaum geht.



Die Lenkung wird vom Druckspeicher nicht berührt aber das weißt Du
Wenn der ausgetauschte Druckspeicher neu (oder neuwertig) war, liegt es am Bremskraftverstärker, dass nach einer Nacht das KI über Druckmangel meckert. Wenn der Speicher gebraucht war, kann es aber auch an ihm selbst oder am BKV liegen.

Wenn der Druckspeicher gut ist, hast Du Reserven für 20-30 Bremsbetätigungen bei >Motor aus
In Antwort auf:

Also Motor aus, Pedal tretten, ist hart.
Motor starten, auf dem Pedal bleiben - rutscht nach unten.
Klar denke ich und auch nachvollziehbar.



Ja, nachvollziehbar.
In Antwort auf:

Wenn ich jetzt mehrmals mit dem Fuss "pumpe" merke ich wie das Pedal anfängt zu federn.
Der anfänglich steife Druckpunkt (mit Bombenunterstützung) wird weicher.


Da würde ich aber auch eher den Druckspeicher oder den BKV verdächtigen, eher den Druckspeicher. Oder die Fördermenge der Pumpe reicht nicht, vielleicht auch, weil der Riemen durchrutscht.
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#41
In Antwort auf:

Dazu kommt aber noch das Bremsmoment über den Scheibendurchmesser usw.



Selbstverständlich. Aber die sind hinten auch kleiner als vorne.
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#42
Die Bombe hat natürlich keinen Einfluss auf die Lenkung, aber die Servopumpe und der Riemen

Motor aus kann ich 30mal die Bremse drücken, also mit weichem (verstärktem) Druckpunkt.
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#43
Dann ist ja auf der Seite alles in Ordnung, wie es scheint. Ein leicht verändertes Pedalgefühl bei schnellem, mehrmaligem Betätigen der Bremse würde ich dann darauf zurückführen, dass entweder die Kolben unterschiedlich (leicht)gängig sind, oder dass die Führungen der Faustsättel unterschiedlich fest laufen.
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