Hallo zusammen!
Ich habe ein kleines Hydraulik-Problem und vielleicht habt ihr einen Lösungsansatz für mich parat.
Der Fehler tritt nur im Winter bei entsprechender Kälte (ab ca. dem Gefrierpunkt) auf. Und er ist jeden Tag auch reproduzierbar.
Folgendes:
Ich starte den Wagen, trete die Bremse und lege nach ca. 5sec. den Rückwärtsgang ein. Dann löse ich, nachdem das Getriebe meinem Wunsch nachgekommen ist, die Bremse. Rolle ca. 10m Rückwärts aus der Garage, trete die Bremse und lege Fahrstufe D ein. Augenblicklich piept 3 mal das rote Ausrufezeichen und verschwindet dann für den Rest der Fahrt wieder. Dieser passiert mir im Moment jeden Tag und hatte ich auch schon die letzten 2 Jahre im Winter.
Was könnte da im Argen liegen? Ich verliere jedenfalls keine Hydrauliköl und, wie gesagt, das kommt nur bei Kälte vor. In wiefern muß ich mir da jetzt Sorgen machen?
Gruß Sebastian
Hydraulik-Phänomen bei Kälte
37 Beiträge · 9.602 Aufrufe · gestartet
Das scheint zufällig gerade mein Thema zu sein. Da wird dein Bremsdruckspeicher am Ende sein. Da sich der Stickstoffdruck mit sinkender Temperatur verringert, dürfte hier dein Kältephänomen erklärt sein. Nach dem Treten der Bremse reicht die Förderleistung der Pumpe nicht aus, genügend Druck bereitzustellen. Dann trittst Du erneut auf die Bremse und sofort kommt die Warnmeldung. Erst wenn der Motor länger mit höherer Drehzahl gelaufen ist, steht ausreichend (aber immer noch viel zu wenig) Druck zur Verfügung.
Wenn es wärmer wird, steigt auch der Stickstoffdruck der Temperatur entsprechend wieder an. Dann kommt die Meldung erst mal nicht mehr.
Es liegt an Stickstoffschwund im Druckspeicher, ganz sicher.
Wenn es wärmer wird, steigt auch der Stickstoffdruck der Temperatur entsprechend wieder an. Dann kommt die Meldung erst mal nicht mehr.
Es liegt an Stickstoffschwund im Druckspeicher, ganz sicher.
Na toll das macht mir ja hoffnung, hab das gleiche prob.
Vermutet hab ich das schon mit der Bombe/Druckspeicher.
Wenigstens bin ich ja scheinbar doch nicht allein mit dem Problem. Hab ja vorher die Suche bemüht aber dieses Thema so in der Form noch nicht gefunden.
Werde das dann im Frühjahr mal in Angriff nehmen. Im Moment bin ich nicht oft mit dem Audi unterwegs.
Danke schon mal für eure Antworten.
Sebastian
Wenigstens bin ich ja scheinbar doch nicht allein mit dem Problem. Hab ja vorher die Suche bemüht aber dieses Thema so in der Form noch nicht gefunden.
Werde das dann im Frühjahr mal in Angriff nehmen. Im Moment bin ich nicht oft mit dem Audi unterwegs.
Danke schon mal für eure Antworten.
Sebastian
Tim hat recht!! :-) Final da Bomb... (Ist zwar ne Chillisoße, der Name passt aber grad)
Hi Tim,
regelrecht grob fahrlässig sind in diesem Zusammenhang die Meinungen so mancher, die mir insbesondere im 44er-Forum schon um die Ohren geflogen sind, dass die Bombe keinen Einfluss auf die Bremswirkung hätte und nur dann relevant wird, wenn man mehrere Vollbremsungen hintereinander machen muss
Da stellt's einem dann wirklich die Haare zu Berge...
Aber was ich mich Frage, hier zum Thema: Müsste da nicht in Wahrheit bei jeder größeren Bremsung die Bremsdruckwarnung kommen? So immens wird sich der Stickstoff bei steigender Temperatur ja auch nicht ausdehnen, oder? Vielleicht könnte Sebastian einfach mal probieren, den Wagen zu starten, 30 Sekunden laufen zu lassen, und dann die Prozedur zu wiederholen. Wenn's dann nicht blinkt, ist es ja eher das Ventil für den Rücklauf, welches defekt ist, oder?
Ändert am Problem, dass vermutlich der Druckspeicher getauscht werden muss, natürlich nichts.
vlG
Bastian
regelrecht grob fahrlässig sind in diesem Zusammenhang die Meinungen so mancher, die mir insbesondere im 44er-Forum schon um die Ohren geflogen sind, dass die Bombe keinen Einfluss auf die Bremswirkung hätte und nur dann relevant wird, wenn man mehrere Vollbremsungen hintereinander machen muss
Da stellt's einem dann wirklich die Haare zu Berge...Aber was ich mich Frage, hier zum Thema: Müsste da nicht in Wahrheit bei jeder größeren Bremsung die Bremsdruckwarnung kommen? So immens wird sich der Stickstoff bei steigender Temperatur ja auch nicht ausdehnen, oder? Vielleicht könnte Sebastian einfach mal probieren, den Wagen zu starten, 30 Sekunden laufen zu lassen, und dann die Prozedur zu wiederholen. Wenn's dann nicht blinkt, ist es ja eher das Ventil für den Rücklauf, welches defekt ist, oder?
Ändert am Problem, dass vermutlich der Druckspeicher getauscht werden muss, natürlich nichts.
vlG
Bastian
Hall Bastian,
der Druckspeicher ist auf jeden Fall hinüber. Und das ist er nicht nur, wenn er nach einem Bremsen die Warnlampe zum Erleuchten bringt, sonder schon länger.
Das Verhalten erklärt sich mit der geringen Fördermenge der Pumpe. Die beträgt ca. 0,25L pro Minute.
Wenn das Fahrzeug über Nacht steht, sinkt der Öldruck am Druckhalteventil ab. Je geringer der Gasdruck (als Gegendruck) ist, um so mehr Öl muss dann beim nächsten Start in den Druckspeicher gepumpt werden, um den erforderlichen Vordruck aufzubauen. Das Gas wird ja wesentlich stärker komprimiert und das Ölvolumen wird im gleichen Maße größer. Dazu braucht die Pumpe eine gewisse Zeit und wenn dann die Bremse getreten wird, wird die Arbeit der Pumpe gleich wieder vernichtet, weil ja dann für den Bremskraftverstärker Druck abgezapft wird.
Und schon fällt der Druck wieder unter Minimum und die Warnlampe geht an.
Fährt man jetzt ein Stück ohne zu bremsen, hat die Pumpe Zeit den Druckspeicher voll Öl zu pumpen. Dann steht (je nach Gasdruck) wieder ein Polster zur Verfügung.
Es stimmt übrigens, selbst wenn der Druckspeicher (das Gas) ganz leer ist kann man mindestens 1 mal bremsen, wenn der Druckspeicher von der Pumpe mit Öl vollgepumpt wurde. Für ein zweites mal muss es aber nicht mehr reichen.
Auf jeden Fall ist das extrem gefährlich.
der Druckspeicher ist auf jeden Fall hinüber. Und das ist er nicht nur, wenn er nach einem Bremsen die Warnlampe zum Erleuchten bringt, sonder schon länger.
Das Verhalten erklärt sich mit der geringen Fördermenge der Pumpe. Die beträgt ca. 0,25L pro Minute.
Wenn das Fahrzeug über Nacht steht, sinkt der Öldruck am Druckhalteventil ab. Je geringer der Gasdruck (als Gegendruck) ist, um so mehr Öl muss dann beim nächsten Start in den Druckspeicher gepumpt werden, um den erforderlichen Vordruck aufzubauen. Das Gas wird ja wesentlich stärker komprimiert und das Ölvolumen wird im gleichen Maße größer. Dazu braucht die Pumpe eine gewisse Zeit und wenn dann die Bremse getreten wird, wird die Arbeit der Pumpe gleich wieder vernichtet, weil ja dann für den Bremskraftverstärker Druck abgezapft wird.
Und schon fällt der Druck wieder unter Minimum und die Warnlampe geht an.
Fährt man jetzt ein Stück ohne zu bremsen, hat die Pumpe Zeit den Druckspeicher voll Öl zu pumpen. Dann steht (je nach Gasdruck) wieder ein Polster zur Verfügung.
Es stimmt übrigens, selbst wenn der Druckspeicher (das Gas) ganz leer ist kann man mindestens 1 mal bremsen, wenn der Druckspeicher von der Pumpe mit Öl vollgepumpt wurde. Für ein zweites mal muss es aber nicht mehr reichen.
Auf jeden Fall ist das extrem gefährlich.
Hi,
ja, deshalb meine ich ja, es bräuchte nur den Motor zuerst eine Zeit laufen lassen und dann erst treten - dann sieht er eh, ob's daran liegt...
Aber ist es nicht so, dass - wenn kaum mehr Stickstoff vorhanden ist - das Betätigen der Bremse und damit das "Abzapfen" von Druck zu einem kontinuierlichen Abfall des Bremsdruckes führt, wohingegen ein intakter Druckspeicher den Bremsdruck über den gesamten Bremsvorgang kontiuierlich aufrecht erhält? Ergo ist ein defekter Druckspeicher auch schon für den ersten Bremsvorgang ein ernstes Risiko.
lG
Bastian
ja, deshalb meine ich ja, es bräuchte nur den Motor zuerst eine Zeit laufen lassen und dann erst treten - dann sieht er eh, ob's daran liegt...
Aber ist es nicht so, dass - wenn kaum mehr Stickstoff vorhanden ist - das Betätigen der Bremse und damit das "Abzapfen" von Druck zu einem kontinuierlichen Abfall des Bremsdruckes führt, wohingegen ein intakter Druckspeicher den Bremsdruck über den gesamten Bremsvorgang kontiuierlich aufrecht erhält? Ergo ist ein defekter Druckspeicher auch schon für den ersten Bremsvorgang ein ernstes Risiko.
lG
Bastian
Nein, ganz so ist es nicht. So lange der Motor läuft fördert die Pumpe Öl in den Druckspeicher und so in BKV. Bremst man sanft, wird weniger Druck benötigt. Tritt man aber fester aufs Pedal, was man wohl tut, wenn man bei einem Automaten eine Fahrstufe vorwählt, wird mehr Druck benötigt. Dann braucht die Pumpe entsprechend länger, um wieder Druck aufzubauen. Ein mal bremsen geht also immer - wenn der Motor läuft. Bei höheren Drehzahlen wir auch mehr Öl gefördert, sodass wohl auch mehr Reserve zur Verfügung steht. Bei Ausfall der Pumpe bricht aber die Unterstützung schlagartig zusammen wenn dann kein Druckvorrat im Speicher besteht.
Also gefährlich ist das in jedem Fall.
Wenn Sebastian bei stehendem Motor die Bremse tritt, wird sich das Pedal sehr wahrscheinlich nach einem oder zwei Tritten verhärten.
Der Druckspeicher, den ich überholt habe, hat nach 28 kräftigen Tritten seinen Vordruck verloren. das ist also die Hausnummer für neuwertige Speicher.
Also gefährlich ist das in jedem Fall.
Wenn Sebastian bei stehendem Motor die Bremse tritt, wird sich das Pedal sehr wahrscheinlich nach einem oder zwei Tritten verhärten.
Der Druckspeicher, den ich überholt habe, hat nach 28 kräftigen Tritten seinen Vordruck verloren. das ist also die Hausnummer für neuwertige Speicher.
Also ich kann bestätigen, das wenn ich den Motor starte und dann genüsslich erst mal eine rauche bevor ich den Wagen bewege, die Meldung nicht erscheint.
Das mit dem härter werdenden Pedal ist mir bewusst noch nicht aufgefallen, weil ich eben nicht wusste das ich darauf achten sollte.
Das mit dem härter werdenden Pedal ist mir bewusst noch nicht aufgefallen, weil ich eben nicht wusste das ich darauf achten sollte.
Hi,
nur damit ich es gänzlich verstehe: Kann die Pumpe den Druck aufrecht erhalten, wenn sich das Ventil am BKV öffnet? Ich dachte immer, das schafft sie bei weitem nicht. Oder wird der Druck nicht kontinuierlich benötigt sondern nur für das NIedertreten des Pedals, lies, wenn man einmal mit dem Fuß am Bodenblech ist, darf die Verstärkung ruhig ausfallen? Ich saß da irgendwie dem Irrglauben auf, dass man kontinuierlich Verstärkung benötigt, um den Bremsdruck aufrecht erhalten zu können...
vlG und Danke für die Erklärung!
Bastian
nur damit ich es gänzlich verstehe: Kann die Pumpe den Druck aufrecht erhalten, wenn sich das Ventil am BKV öffnet? Ich dachte immer, das schafft sie bei weitem nicht. Oder wird der Druck nicht kontinuierlich benötigt sondern nur für das NIedertreten des Pedals, lies, wenn man einmal mit dem Fuß am Bodenblech ist, darf die Verstärkung ruhig ausfallen? Ich saß da irgendwie dem Irrglauben auf, dass man kontinuierlich Verstärkung benötigt, um den Bremsdruck aufrecht erhalten zu können...
vlG und Danke für die Erklärung!
Bastian
Wenn Du den Fuß auf dem Pedal lässt, reicht die Fördermenge der Pumpe aus, den BKV zu versorgen. Es funktioniert nur dann nicht, wenn man die Bremse schnell und kräftig nacheinander betätigt.
Deshalb merken die meisten Fahrer nicht, dass der Druckspeicher defekt bzw. leer ist.
Wirklich eng wird es aber dann, wenn die Pumpe aus welchem Grund auch immer ausfällt: Motorstillstand, Riemenriss, Schlauchleckage, undichte Pumpe, defekte Pumpe – dann geht die Bremskraftunterstützung sofort verloren wenn der Druckspeicher leer ist.
Deshalb merken die meisten Fahrer nicht, dass der Druckspeicher defekt bzw. leer ist.
Wirklich eng wird es aber dann, wenn die Pumpe aus welchem Grund auch immer ausfällt: Motorstillstand, Riemenriss, Schlauchleckage, undichte Pumpe, defekte Pumpe – dann geht die Bremskraftunterstützung sofort verloren wenn der Druckspeicher leer ist.
Verstehe, alles klar!
Danke für die Erklärung zu so später Stunde
lG
Bastian
Danke für die Erklärung zu so später Stunde

lG
Bastian
In Antwort auf:
wenn der Druckspeicher (das Gas) ganz leer ist kann man mindestens 1 mal bremsen
nun, einmal SACHTE bremsen ja...
durfte mal auf der AB wegen so nem Volldeppen voll in die Eisen steigen, einmal DEFTIG bremsen und *piiiiep*... hab dann schleunigst ne neue verbaut, damals noch vom Paul.
Ich schließe mich hier mal an, habe selbes "Problem".
Zumal ich mich seit ich den S6 habe immer wundere, dass ich das Bremspedal im Vergleich zum V8 recht weit durchtreten muss bis die Bremse richtig zu "beissen" anfängt.
Wie behebt man nun dieses Problem? Austausch/Überholung BKV bzw. Druckspeicher?
Zumal ich mich seit ich den S6 habe immer wundere, dass ich das Bremspedal im Vergleich zum V8 recht weit durchtreten muss bis die Bremse richtig zu "beissen" anfängt.
Wie behebt man nun dieses Problem? Austausch/Überholung BKV bzw. Druckspeicher?
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