Fahrwerksfrage

24 Beiträge · 4.823 Aufrufe · gestartet

#1
Hallihallo,
ich bin's mal wieder.
Ich möchte eine Frage an die Fahrwerksspezialisten unter euch stellen.
Seit Jahren, genaugenommen seit fast 10 Jahren bin ich mit dem Fahrverhalten meines Audi V8 speziell bei hohen Geschwindigkeiten unzufrieden. Vor 1 1/ Jahren habe ich zum 12 Mal eine Fahrwerksvermessung durchführen lassen und zum 1sten Mal fuhr mein auto danach wirklich geradeaus. Es lag auch bei 240 auf der Autobahn recht gut. Kurz gesagt es war das erste Mal eine Freude mit dem Auto schneller als 140 zu fahren und dabei keine Angstschwitzigen Hände zu bekommen. Diese Freude währte bis zum November letzten Jahres und wurde durch das" Überfahren" einer Verkehsmittelinsel jäh beendet.Das Resultat meiner Unaufmerksamkeit bei 60 Km/h.
2 zerstörte Felgen,2 zerstörte Reifen,Aggregateträger verbogen, Querlenker links verbogen, ein durch die linke Spurstange zerrissener Kühlwasserschlauch( für den Verdampfer der Gasanlage) nur das ihr euch nicht wundert.
Nachdem ich mit Frank Ziehm telefoniert hatte um mir fachgerechte Hilfe zu holen habe ich dann etliches gewechselt und nach weiterem 2maligem Spuureinstellen fährt das Auto wieder halbwegs geradeaus aber.:
Bevor ich anfange, noch etwas am Rande. Jahrelang wurden mir durch die Audi AG die falschen Stabilager verkauft.(28mm.Stabi) Ich fand dann aber durch Zufall heraus das die Stabis der 4,2er mit Automatikgetriebe im Lauf der Serie auf 26mm geändert wurden.
So nun beschreibe ich hier mal meine derzeitige Fahrwerkskonfiguration und nenne die Fahverhaltensmängel.:
Von Frank z. gekaufte 50 oder 55ziger KAW Federn vorne, Serienfedern!! hinten, Konidämpfer rundum, Koni vorne offen, hinten eine Umdrehung zugedreht, Querlenker vorne neu, Stabilager ca 6000km alt, Alle Verschraubungen neu und mit richtigem Drehmoment angezogen, Demnächst neue Querlenker hinten (Meyle), 245/40/17 Reifen, gewechselter Aggregateträger. Falls die Frage kommt, Ich war nach dem Wechseln der Teile biem Tüv Stoßdämpfer bringen 95%, Spiel im Fahrwerk/ Buchsen ect. nicht erkennbar.
Nun zu meinem Problem: Mein Audi ist extrem Seitenwindanfällig, Fahzeug "zieht" trotz einwandfrei eingestelter Spur und Sturz vorne und hinten nach rechts und fährt ab Tempo 150 sehr unruhig.
Bitte sagt mir: Was bringt es einen 28er Stabi zu verbauen, was würde es bewirken(speziell bei hohen Geschwindigkeiten) wenn ich die Konis ganz oder halb zudrehe, Ist meine Federkombination fahrtechnisch überhaupt möglich, warum kann trotz der gewechselten Teile der Sturz vorne nicht mehr optimal eingestellt werden, sonder nur noch innerhalb der Toleranz? Übrigens, die Federn hinten habe ich nicht gewechselt weil ich kein "hängendes" Hinterteil haben wollte. So wie es jetzt ist, liegt die Karosserie in Waage.Nochetwas. Mein Lenkung ist extrem leichtgängig und das obwohl definitiv keine geschwindigkeitsabhängige Servolenkung verbaut ist. Es wäre sehr schön wenn ihr mir bei meinem Problem helfen würdet bzw. mir schildert wie eure Serien!achter auf der Autobahn liegen.
Vielen Dank sagt Martin
WhatsApp
#2
bei Tieferlegung ist es normal, dass man die originalen Werte nicht mehr erreicht, zumal dann eine Veränderung gemacht werden MUSS, frag mich nicht wieviel aber meiner ist auch tiefer und der Typ hat das bei der Vermessung berücksichtigt und fährt sich tadellos, bis auf die Stossdämpfer die nicht so mit den Federn harmonieren...

die Geschichte mit den Stabis hinkt, die wurde nicht von 28 auf 26mm geändert sondern umgekehrt.... normalerweise kann man sagen dass die 3sechser 26mm haben und 4zwoer 28mm... gibt aber Ausnahmen... und ein 28er Gummi bei nem 26er Stabi und Schellen macht eigentlich keinen grossen Unterschied, als die 26mm vorübergehend EOE waren hatten einige bei sich statt 28er 26er verbaut und alles war gut...

28er Stabi bringt dir nur bei Kurvenfahrten bezüglich der Seitenneigung etwas (eigentlich bringt das sogar sehr viel bilde ich mir ein), das mit deiner "höheren Geschwindigkeit" hat damit nix am Hut, mach mal andere Reifen drauf...

sei doch froh wenn die Lenkung leichtgängig geht... dann ist ja alles gut...

was aber nicht gefällt ist die Kombination von KAW und Original-Federn... kann gut sein, dass sich das beisst... vorne stramm, hinten lahm...
WhatsApp
#3
Hallo,

was ist mit den Bremsen und Reifen, sind die einwandfrei?

Unwucht etc...?
WhatsApp
#4
Mal abgesehen davon das Dein Wagen da stehn muß wie der Storch im Salat (vorne 55mm Tiefer als hinten ) beinflußt das mit Sicherheit das Fahrverhalten nachteilig. Viele denken das immer alles von der Vorderachse kommen muß wenn der V8 unruhig läuft, tauschen sich an Teilen zu tode und nach 30 mal Spurseinstellen verändert sich trotzdem nichts. Das mieseste Übel am V8 was zu einem schwammigen Fahrverhalten führt sind die Sturzstreben der Hinterachse. Ich bin mir sicher bei mindestens 60 % aller V8 sind die äußeren Gelenke, Hebelauge genannt, ausgeschlagen. Das wirkt sich dann nicht nur auf den Sturz aus, sonder konstruktionsbedingt auch auf die Spur der Hinterachse. Und jetzt stellst Du Dir vor, dass so ein Lager ein Spiel entwickeln kann, dass Du den Reifen 2 bis 3 "cm"oben richtung Radhausinnenseite reindrücken kannst. Dann kann man sich ungefähr vorstellen was das für ein Spurspiel an der Hinterachse bedeutet.
1: Die kombination aus 55mm Tiefer vorn und Original hinten kann gar nix, da muß mann ja die Scheinwerfer unterbauen damit man den Lichkegel direkt vor der Stoßstange mal wieder auf die Straße bringt.
2: die 245/40 17 laufen stark den Spurrillen nach und bieten soviel Rollwiederstand, dass die über die Stabilager fixierte Achse nur schwer damit fertig wird, die Stabilager mehr nachgeben und sich somit die Spur auch wiederum verändert.
3: Deine Sturzstreben hinten sind ausgeschlagen, die Linke nur ein bischen, die Rechte zerfällt bald in Ihre Bestandteile

Die kombination aus all diesen Mängeln sorgt dafür das Du Dir in Deinem V8 vorkommst wie in einem Lada Niva unter Extasy. Das können selbst die guten Konis nicht wettmachen.

Empfehlung: Sturzstreben hinten erneuern, runter auf 225/45 17 entweder rundrum oder als Mischbereifung und hinten die 245er drauf lassen, andere Federn rein (gleiches Niveau), die Einstellung der Konis vorn und hinten auf die Hälfte setzen ( 1,25 Umdrehungen, egal von welcher Richtung ) und eine erneute Achsvermessung in der auch die Hinterachse mit Vermessen wird.

Bearbeitet von Carsten

WhatsApp
#5
wahrscheinlich hängt in kurven hinten der arsch runter undbeim beschleunigen wippt er abartig.
WhatsApp
#6
Hallo,
vielen Dank erstmal. Alsooo, so einfach ist das nicht. Ich weiß natürlich das daß Fahrverhalten maßgeblich von der HA beeinflußt wird, thatswhy hinten die besseren Reifen und vorne die weniger Guten. Ich habe das schon verstanden. Nein die Hebelaugen sind nicht ausgeschlagen da ich sie vor dem zweiten Spureinstellen getauscht habe. Ich schrieb doch das ich extra noch mal zum Tüv auf die Rüttelplatte gefahren bin und kein!! einziges!!! Lager zu viel Spiel aufwies.
Nein das Auto liegt nicht schräg oder irgendwas sondern topfeben. Habe es mit der Wasserwaage gemessen. Allerdings rechts ein wenig tiefer als links, ca 2cm. Ich denke, das ich diesen Unterschied durch Distanzringe ausgleichen könnte.(s.Rep.-leitfaden) Ich schrieb das daß Auto vor!! dem Holterdiepollter absolut einwandfrei auf der Straße lag, mit 245/40/17 !! Daran kann es also nicht liegen. Aber weiß hier irgendwer wie die Konis optimal eingestellt werden, also welche Einstellung die Beste ist?
Ich habe die Informatin bezüglich des Stabis aus dem Rep.-leitfaden und da stehz ganz eindeutig das der Stabi von 28 auf 26mm geändert wurde. Steht unter irgendeinem TM. Nein er ist nicht hinten weich und vorne hart, das Problem habe ich mit dem Tausch der Seriendämpfer gegen die Konis beseitigt. Vielleicht habt ihr ja doch noch irgendeine Idee? Vielen Dank an die, die mir geantwortet haben. Soweit hatte ich das Problem soweit auch schon eingegrenzt.Also muß ich noch weitersuchen.
Vielen Dank sagt, Martin
PS: Mir fällt grade noch ein, das seit dem Unfall das Lenkrad trotz aller Einstellmaßnahmen(auch unter zuhilfenahme) des Arretierwerkzeugs für das Lenkgetriebe) schräg steht unt einfach nicht mehr gerade also die Lenkradspeichen genau waagerecht stehen wollen. Ich weiß, das ist auf einen schlecht eingestellten Sturz zurückzuführe, aber der ist korrekt eingestellt.
LG Martin
WhatsApp
#7
Hast Du hinten Niveau und das mit der Regulierstange angepasst?
Ansonsten kann der Wagen nicht topfeben stehn außer Du hast hinten nen Federbruch. Die Ideale Einstellung hab ich Dir schon geschrieben, nicht zu Hart und nicht zu weich. Und ich bleibe dabei, Dein Problem kommt von hinten und wenn Du kein Spiel an der Strebe hast, was man auf der Rüttelplatte gar nicht sehen kann sondern nur entlastet durch starkes drücken am Rad oben, dann ist die Achseinstellung nichts gewesen. Auch das das Lenkrad nicht gerade steht liegt entweder an der Einstellung oder am Spiel (Spurstankenköpfe, Stabilager, Querlenkerlager innen oder Tragegelenk). Wer hat die Spur eingestellt? Waren es die richtigen Daten die verwendet wurden. Manche "Spezialisten " nehmen die werte vom Audi 100. Ich will Dich nicht angreifen, sondern Dir helfen.
WhatsApp
#8
Hallo,
nein habe ich auch nicht so aufgefasst. Wie kommst Du auf sowas.? Ich weiß das man die Hinterräder entlasten muß um das Hebelauge zu prüfen, so habe ich ja festgestellt das sie Spiel haben und daraufhin getauscht. Wie gesagt vorne ist alles neu und nur Qualitätsware. Die Daten waren für den V8, bin bei sowas immer dabei und der Mechaniker hatte es wirklich drauf. Bitte sage doch mal was ist "nicht zu hart und nicht zu weich"? Und wie würden sich völlig zugedrehte Konis auswirken ausser das der Ausfederweg begrenzt ist?
Danke Dir.
LG Martin
WhatsApp
#9
Drehst Du sie auf unterscheiden sie sich nicht sehr viel von nem guten Seriengasdämpfer. Bei ganz zu wirds ekelig, Da holpert man dann nur noch über die Strasse, kein Fahrkomfort mehr, man spürt jeden Stein und es geht aufs Material.
Und trotzdem, ich behaupte es liegt an der vermessung.
WhatsApp
#10
Hallo Martin
Wenn es Dir den Aggregateträger und den Querlenker verbogen hat,dann würde ich mir das Lenkgetriebe und dessen Befestigung doch etwas genauer anschauen. Gibt es evtl. ein paar Bilder zu den deformierten Teilen?
Gruß
WhatsApp
#11
so in Etwa...

Das Ungleichgewicht der weicheren hinteren original-Federn gegenüber den härteren vorderen KAW mit unterschiedlicher Dämpfereinstellung zu korrigieren ist definitiv der falsche Weg, die Aufgabe der Dämpfer ist es die Federn zu beruhigen, nicht das Einfederverhalten (bzw. die Härte) zu beeinflussen, im Übertriebenen sieht das so aus: die harten Dämpfer bekommen alle Energie ab weil sie sich weniger ergeben als die Federn, heisst wiederum, dass die Federn gar nicht beansprucht werden, so funktionieren die Dämpfer als Federn anstatt nur die Federn zu beruhigen...
mach ein Vierkantrohr anstatt nen Dämpfer rein und du weisst was ich meine... der Bodenkontakt ist nicht optimal und die Kutsche fährt sich schwammig...

umgekehrt ist es ähnlich, zu "weiche" Dämpfer gegenüber "härteren" Federn... die Federn machen was sie wollen weil die Dämpfer gar nicht mehr mitkommen um die Federn zu beruhigen, der Bodenkontakt ist wiederum nicht optimal weil die Räder unkontolliert schwingen und so irgendwann aus dem "Takt" kommen und hopsen anstatt auszufedern... so z.B mit H&R Federn mit original-Dämpfern... also das umgekehrte von original- Federn mit Konis
WhatsApp
#12
Hallo Martin.
Mein V8 hat mich in ähnlicher Weise die letzten Nerven bei der Spurtreue gekostet.
Mehrfaches Spurvermessen bei Audi - 130Euro und trotzdem zog der V8 häufig in eine Richtung weg von der Mittelspur...

Auch hat mein V8 für den "unüblichen" 26mm Stabi auch noch aktuell die 28mm Stabigummis drinnen...

Mein V8 bekam auch die Sturzstreben an der Hinterachse neu, die kompletten Vorderachsteile neu ( Lenkgetriebe, Lenkunsdämpfer, Stabilager vorne und hinten, Radlager, Axialrillenkugellager, Federdämpferlager, Querlenker, neue Reifen ) und trotzdem war dieses "Abdriften" von der Mittelspur vorhanden. Auch die Stoßdämpfer sind laut Rüttelplattenwerte bei TÜV in Ordnung.

Last und least war es ganz einfach die ordinäre Spureinstellung!!!

Die Hinterachse ist ebenso enorm entscheident für eine sauber Spurtreue, aber entscheident waren richtig vorgegaukelte Werte bei Audi an der Vorderachse, welche ich dann anzweifelte, selber eine Vermessung mit einer Pendelschnur und Millimeterstab vornahm, anstelle einer Vorspur eine Nachspur an der Vorderachse feststellte!!! , welche dann in einer einfachen, ländlichen Werkstatt bestätigt wurden.
Dann stellte ich selber die Vorderachsspur ein, und bingo, der V8 läuft wie an der Schnur gezogen.

Den Audi-Betrieb konfrontierte ich dann anschließend mit dem Ergebniss - und nahm den Meister auf eine Probefahrt mit, der Meister war ja sonst schon immer bei den vorherigen Probefahrten dabei - und er sah dann, dass der V8 in Ordnung war, zweifelte jedoch die Messung der anderen Werkstatt an, damit er seine Vermessungen "verteidigen" konnte.
Wobei bei Audi die Werte der Ausgangsprüfung, und tags drauf die Werte der Eingangsprüfung um ein halbes Grad in der Vorderachsspur differierte!!!

Einfach Schrott solche Vermessungen bei meinem Audi-Betrieb.

Gruß Manfred M.
WhatsApp
#13
Rüttelplatte beim TÜV könnt ich euch sparen. Da sieht man erst was wenn die Dämpfer den Wagen schon wie die Titanic schaukeln lassen, alles anderes kannst du da vergessen.
BTW ich würde auch nie bei der Hu solch einen Test machen lassen, wenn die Dämpfer dann "auffällig" werden war es das mit der Plakette.

Das die falschen Spurwerte genommen werden liest man ja öfters hier...
WhatsApp
#14
Lenkrad schief ist leider normal wenn das 1te Lehrjahr randarf.
Das 2te Lehrjahr schraubt dann meistens das Lenkrad um damit es gerade ist.
10 mal gemacht und du kannst nur noch eine Richtung auf der Strasse wenden, weil der Lenkeinschlag nicht mehr ausreicht.

Wenn der Meister das mitkriegt lässt er das 1te und 2te Lehrjahr das Lenkrad per Hand festhalten während der Meister die Einstellung vornimmt

Spaß beiseite, am Besten mal nachfragen bzw. vorab die Sache klären wenn du da öfters vermessen lässt - müsste ja irgendwann auch mal Rabatt geben wenn man alle paar Monate antanzt.
WhatsApp
#15
Hallo Martin.

Du schreibst: "...Das die falschen Spurwerte genommen werden liest man ja öfters hier... ".

Es wurden die richtigen Spureinstellwerte bei meinem V8 herangezogen, diese waren laut Protokoll dann auch innerhalb der Toleranz an meinem V8, nur bei meiner Kontrolle und der der kleineren Werkstatt zeigte mir, dass die reallen Werte am V8 nicht zum Protokoll stimmten!

Die Rüttelplatte mit Ausdruck zeigt mir seit über 10Jahren die Amplitude der Achsen, und zusätzlich die Leistung der Dämpfer in % - diese Prüfung mache ich immer ausserhalb der HU kostenlos im September ( Aktion hier beim örtlichen TÜV ).
Gruß Manfred M.
WhatsApp

Mitreden, Fotos sehen und Fragen stellen? Melde dich mit deinem Forum-Zugang an.

Anmelden