Austausch Klimalüfter, ein Erfahrungsbericht...

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#1
Hi,

ich weiss zwar nicht genau wie viele Leute hier im Forum Probleme mit quietschenden Lüftern in ihrem V8 haben, aber ich habe dieses Problem seit gestern 16 Uhr nicht mehr ;-)
Um weiteren Spekulationen vorzubeugen: Das Quietschen stammt vom Klimalüfter und nicht vom Lüftermotörchen für den Tempfühler, der unter dem Schalttafeloberteil sitzt.

So, Samstag sollte eigentlich der Tag der Tage sein um zwei Aufgaben am V8 zu erledigen: Klimalüfter auswechseln und Getriebeöl wechseln. Eigentlich sollte man denken, dass diese Arbeiten an einem Tag zu bewältigen sein sollten, eigentlich ...
Ok, besonders viel Erfahrungen im Schrauben an Autos habe ich noch nicht, aber das Gesetz des V8-Zeitzuschlags hatte ich mal wieder gewaltig unterschätzt. Ohne Thomas und sein Equipment und seinen unermüdlichen Einsatz würde ich jetzt mit Sicherheit immer noch unter dem Auto liegen...
An dieser Stelle noch einmal ein DICKES FETTES DANKESCHÖN Thomas!!!

So, jetzt aber zurück zum Thema. Wenn man den Klimalüfter bei einem V8 wechseln will, dann braucht man folgendes:
1) Viel Zeit, am besten noch mehr viel Zeit.
2) Viel Geduld.
3) Die richtige Teilenummer für den Motor.
4) Gynäkologenhände, denn sonst dreht man durch.

Nun zum Wechsel des Klimalüfters:

Zunächst entfernt man aus den vorderen Fußräumen die Fußmatten, danach die
Teppichverkleidungen an der Mittelkonsole/Getriebetunnel. Nun müssen die horizontalen Luftverteilungen abgebaut werden. Auf der Beifahrerseite kommt man an die zwei Schrauben, mit denen der Luftverteiler befestigt ist, ohne Probleme ran. Auf der Fahrerseite muss dazu noch die Verkleidung unter dem Lenkrad abgeschraubt werden. Dann kommt man auch auf der Fahrerseite gut an die Befestigungsschrauben für den Luftverteiler heran. In den horizontalen Luftverteilern sitzen jeweils die Beleuchtungen für den Fußraum, diese noch abziehen. Wenn die beiden Luftverteiler ab sind, dann sieht man auf der Fahrer und auf der Beifahrerseite in der Mittelkonsole hinter dem Radio jeweils ein 90° gewinkeltes Kunststoffrohr. Dieses kann man einfach herausziehen. In der Mitte hinter dem Radio ist dann unten ein Gummiflansch mit einer Schraube befestigt. Diese muß auch raus, da man sonst Probleme beim herausziehen des Lüfterkastens hat. Jetzt müssen noch zwei Kabelsteckverbindungen gelöst werden die direkt hinter dem Radio sitzen. Die Stecker sind direkt nebeneinander, ein blauer und ein roter Stecker. So, das wars im Innenraum.
Jetzt die Haube aufmachen und wieter gehts.
Zuerst muß der Wassenkasten raus. Also Scheibenwischerarme demontieren, dann die vordere Gummidichtung des Wasserkastens entfernen, dann den Wasserkasten ausbauen. Dieser ist nur mit Klammern befestigt, sollte aber vorsichtigt ausgebaut werden, da er gerne reisst. Wenn der Wasserkasten entfernt worden ist, baut man als nächstes die Scheibenwischermechanik komplett mit Motor aus. Hört sich schlimmer an als es ist, denn die ganze Einheit ist lediglich mit drei Schrauben befestigt. Vor dem Lösen der Schrauben am besten den Steckverbinder für die Stromversorgung abziehen. Nach dem Ausbau der Scheibenwischereinheit löst man das Spannband, mit dem der Klimalüfter gehalten wird. Danach dann alle Pneumatikschläuche abziehen. Als nächstes geht es an die
Wasserschläuche. Zuvor öffnet man jedoch den Verschlußdeckel am Überlaufbehälter für dasKühlmittel. Nun zu den Kühlmittelschläuchen. Diese liegen rechts neben dem Gehäuse der Lüftereinheit, na ja eigentlich eher rechts unten.
Die Schläuche liegen direkt übereinander. Einfach die Schlauchschellen lösen und ab damit. Nach dem Lösen tritt einiges an Kühlmittel aus, aber es hält sich noch in Grenzen und läuft durch die Abläufe auch schnell ab. Jetzt noch die Stecker für die Stromversorgungen an der Lüftereinheit abziehen. Jetzt noch den Halter für
den Klimaschlauch rechts lösen und die Kabelbinder, die die Schläuche halten,
entfernen. Zuletzt noch die Schlauchschelle am Verbindungsschlauch zwischen Klima und Lüfterkasten lösen.
Wenn das erledigt ist fängt der schwierigste Teil der Aktion an: Das rausheben der Lüftereinheit. Die Lüftereinheit hat eher die Ausmasse eines Golf-Motors und man hat wirklich den Eindruck, dass der V8 um diese Einheit herumgebaut worden ist. Die Lüftereinheit sitzt auf einer Dichtung, die sehr klebrig ist. Man sollte also versuchen dies so weit wie möglich zu entfernen. Wir haben dazu eine Zange benutzt und die Dichtung in Stücken herausgepult. Man kann auch versuchen mit einem anderen Gegenstand zwischen Dichtung und Lüftergehäuse zu kommen, aber man muss aufpassen, dass man den Lack nicht beschädigt. Wenn die Dichtung gelöst ist sollte sich der Lüfterkasten bewegen lassen. Tja, was nun folgt ist dosierte Gewalt, denn der Lüfterkasten kommt nicht freiwillig heraus.
An dieser Stelle hätte man uns mal filmen sollen: Thomas auf dem Luffilterkasten kniend und ich links daneben und beide reissen wir wie die Beklopten an dem Lüftergehäuse, damit es endlich herauskommt. Das Problem an der Sache ist, dass man zu Motorhaube hin kaum Platz hat und der ganze Kram an den Klimaschläuchen und Kabelsträngen vorbei muß!
So, nach knapp 2,5 Stunden hatten wir die Lüftereinheit ausgebaut. Den Lüfter selbst zu wechseln ist eigentlich kein Thema. Hierzu muß man nur drei Schrauben lösen, mit denen eine Kunststoffkappe über dem Lüfterrad befestigt ist und anschließend noch den Sicherungsring lösen, mit dem der Lüftermotor gehalten wird. Dann kann man den Lüftermotor aus dem Gehäuse schieben. Nun am besten
das Gehäuse mit Glasreiniger reinigen. Wenn man sich den Einbauort des Lüftermotors im Gehäuse näher ansieht, dann stellt man fest, dass der Motor durch drei Gummipuffer, die in Führungen im Kunststoffgehäuse sitzen, gelagert wird. Diese auch herausnehmen, dann kann man alles besser reinigen. Hinterher die Gummipuffer wieder einbauen und mit Vaseline einschmieren, sonst bekommt man den neuen Motor nur schwer eingebaut. Neuer Motor? Da war doch was?
Ach ja, man sollte schon die aktuelle Teilenummer für den Motor haben, denn sonst kann man, wie uns geschehen, am Samstag um 12 Uhr wie ein Schwein ins Uhrwerk gucken! Ich hatte die Teielnummer für den Lüftermotor aus dem ETKA entnommen: 443 959... Das ist die falsche Nummer! Die richtige fängt mit 4A0 959... an! Ich hatte wohl nicht das aktuelle Update, aaaaaaaaaaaaarrrrrrgghhhh!
Die Motoren unterscheiden sich nur im Lüfterrad, dass von dem Lüfter mit der Teilenummer 443 959... ist definitiv zu lang!
Ok, wenn man den neuen richtigen Motor eingebaut hat geht der Zusammenbau wieder in umgekehrter Richtung.
Vor dem Einbau sollte man aber einige Dichtungen am Lüftergehäuse und vor allem die Dichtung zwischen Lüfterkasten und Karosserie erneuern! Die Dichtungen sind nicht teuer aber wichtig. Die benötigten Teilenummern gebe ich noch mal gesondert an, ich werde noch einmal einen Beitrag für die Rubrik FAQ verfassen.
Wer behauptet, dass man den Wechsel des Lüftergehäuses inklusive aller anfallenden Arbeiten in einer halben Stunde schafft, der ist deutlich auf dem falschen Dampfer. Das Auswechseln des Lüftermotors alleine schafft man locker in fünf Minuten. Für die gesamte Aktion mit Wechsel der wichtigen Dichtungen, dem Entfernen alter Dichtungsreste, Demontage der Elektrik, Pneumatik- und Wassergeschläuch, Innenverkleidungen etc. sollte man mindestens drei bis vier Stunden einplanen, wenn man denn weiss, wie es geht.
Wir wußten am Samstag nicht genau wie es geht und haben alleine für den Ausbau der Verkleidungen, suchen der abzubauenden Teile, Steckverbindungen und Ausbau des Lüfterkastens knapp drei Stunden gebraucht. Für den Einbau haben wir dann noch weitere zweieinhalb Stunden benötigt. Jetzt, wo man weiss wie es geht, würde man es auch schneller schaffen, aber gerade beim Aus- und Einbau des Lüfterkastens sollte man mit extrem viel Geduld agieren!
Die Arbeit hat sich aber echt gelohnt!

Tja, da wir aufgrund der falschen Teilenummer am Samstag um 12 Uhr am Lüfter nicht weiter arbeiten konnten haben wir uns dann an den Wechsel des Getriebeöls gemacht - und unsere "Glückssträne", die eigentlich mehr einem großen Griff mitten ins Braune glich, setzte sich fort.
Die Aktion in Kürze: X-Rohr demontieren, von 14 Schrauben lassen werden vier gleich durchgeflext, vier werden per Puksäge erledigt, fünf lassen sich durch Überdrehen abreissen (am Krümmerrohr) und eine muss ausgebohrt werden. Von den abgesägten Schrauben sind zwei so derart angegammelt, dass die trotz durchsägens noch ausgebohrt werden müssen.
Aber alles in allem hat sich auch diese Aktion echt gelohnt! Das alte Getriebeöl sah noch gar nicht so übel aus, in der Wanne war keine übermäßige Schleimschicht, aber der Austausch des Filtersiebes und des Getriebeöls hat echt was gebracht. Ich war vor dem Wechsel eigentlich zufrieden mit der Automatik. Sie hat eigentlich sauber geschaltet. Aber seit dem Wechsel von Getriebeöl und Filtersieb merkt man kein Schalten mehr, ausser am Drehzahlmesser !

Nochmals vielen Dank an Thomas! Das kann man echt nicht häufig genug sagen bzw. schreiben. ;-))

Ach so, nur zur Info. Weil das Ansaugrohr auf der rechten Seite vom Lüfterkasten den Einfüllstutzen vom Getriebeöl, welcher gleichzeitig Einführungsort für den Getriebeölpeilstab ist, verdeckt hat, haben wir diesen zum Messen des Getriebeölpegels entfernt. Wenn man ohne dieses eine Ansaugrohr fährt, dann hat das Baby echt schon deutlich mehr Sound, alter Schwede! Wenn man normal fährt, dann geht das noch aber wenn man Gas gibt, dann brüllt der Motor im mittleren Drehzahlbereich schon recht deutlich !

Viele Grüße aus Kiel

Maadin


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#2
Oh je! So habe ich mir das leider auch in etwa vorgestellt, danke für die Bestätigung...

Ich glaube ich lasse meinen Lüfter quitschen, zumal er dies nur tut, wenn es draußen wärmer als 23°C ist und ich zwischen 140 und 180 km/h fahre, aber nerven tut das trotzdem...
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#3
Tip, Ein oder zwei tropfenchen oel fur luftermotor warr vielleich einfacher. Und billiger.....
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#4
Na ja, dafür muß ich das Amaturenbrett aber auch soweit auseinander nehmen, daß ich das Ding gleich tauschen kann. Die kosten des Motors sind dabei schließlich absolut sekundär, die Arbeit ist das schlimme...
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#5
Es gibt auch oel im spritzdose...... dann muss mann armaturenbrett nicht auseinander nehmen. Grrrrrrr
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#6
...
Um an den Hauptlüftermotor für die Klima heranzukommen muss man den Lüfterkasten ausbauen. Gerade diese Arbeit ist der aufwendige Teil. Wenn man
den Lüfterkasten erst einmal ausgebaut hat, dann ist der Lüftermotor innerhalb von
fünf Minuten ohne Probleme gewechselt.
Da der Lüfter auch nur um die 100 Euro kostet ist der Austausch keine exorbitante Investition. Der Tropfen Öl ist meiner Meinung nach eher als suboptimale Lösung anzusehen, da er nur temporär helfen wird. Das Problem bei dem Motor ist, dass die Lager einfach ausgeschlagen sind.
Aber wer den Lüfter unbedingt mehrmals ausbauen und ölen möchte.... ;-))))

Martin

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#7
Hi,
das Armaturenbrett kannst du weitgehend zusammenlassen,das meiste geschieht im Wasserkasten,da sitzt auch der Motor.Aber der Wechsel lohnt sich.Allerdings nur,wenn er ständig quietscht ,oder wie bei Maadin ,nach einer gewissen Zeit damit anfängt.
Bis Sonntag ?!
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#8
Wo willst Du denn das Öl reinspritzen, wenn ich mal fragen darf?

Einfach übers Armaturenbrett kippen oder was?
Dann stell den Wagen doch gleich in ein Ölbecken, da ist die Wahrscheinlichkeit,
dass ÖL auch den Klimalüfter erreicht, wesentlich größer.

Nimm doch einfach mal den Wasserkasten in Deinem Wagen ab, dann verstehst Du gleich, warum man vom Innenraum nicht an den Lüftermotor kommt, es sein denn man flutet die Luftausströmer mit Öl.


Martin
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#9
Nur euro 100,- ah ja entschulidigen sie mihr. Fur mihr ist euro 100 viel geld aber ich kann natuurlich nicht im ihre geldbeutel sehen...Bei mihr war es schon 2 jahre gegangen und motor functioniert noch immer wunderbar.
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#10
Hallo,
mich würde jetzt aber auch interessieren,was sie da ölen und vor allem wo ?
Vielleicht sprechen wir von verschiedenen Lüftermotoren,es nicht der Lüfter vor dem Kühler gemeint,sondern der,der die Frischluft oder gekühlte Klimaluft ins Fahrzeug innere drückt !
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#11
Schön wäre es, leider habe ich noch zu viel Arbeit, sprich das Haus ist noch zu voll, um mich hier zu verdrücken...

Nächsten Monat vielleicht.
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#13
Wann wasserkasten ab ist kan mann lufter rad sehen. Dort ein weinig oel spritzen...Besser ist natuurluich alles zerleggen und motor richtig oelen. Es spart euro 100,- wass fur mihr viel geld ist. Vielleich fur anderen nur etwas taschengeld.
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#14
Also,
wenn der Wasserkasten auf ist kann man das Lüfterrad nicht sehen,da es komplett gekapselt ist,sprechen wir hier vom V8 ?
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#15
Hi,

vieleicht hat Herr h.tan ja gar keine Klimaanlage in seinem V8. Dann könnte es
wirklich sein, dass man das Lüfterrad sehen kann, wenn der Wasserkasten ab
ist. Ansonsten reden wohl nur wir beide über einen V8 ;-)
Man kann natürlich auch versuchen die Gummi-Verbindungsmuffe abzuschrauben. Dann kann man eventuell, mit viel Glück, das Lüfterrad mit einer
Taschenlampe suchen. Wenn man dann einfach Öl dort hinein sprüht...

Mir egal, erstens halte ich von solchen 0815 Lösungen nichts, außerdem ist mir die Diskussion mit Herrn h.tan mittlerweile auch zu blöd. Ich klinke mich an dieser Stelle aus der Diskussion aus, da ich keinen weiteren Sinn mehr sehe. Die Geschichte würde bloß wieder nur so laufen wie die BOSE-DIETZ-STORY, und ein Herr h.tan würde spätestens dann, wenn er merkt das er nicht richtig liegt, einfach das Gegenteil behaupten und hinterher wieder anführen, dass er doch Dipl.-Ing. ist und so weiter bla bla bla...

Ich hoffe, dass ich mit meinen Ausführungen möglichst vielen Leuten eine brauchbare Rep.-Anleitung liefern konnte. Wer es anders machen möchte, dem steht es selbstverständlich frei, geht mich schließlich auch nichts an.

In diesem Sinne allen noch einen schönen Tag und keep on cruising :-)))))

Martin


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