Ich suche seit zwei wochen die ursache dafür, dass mein V8 häufige zündaussetzer hat. Bitte nennt alle Ideen die ihr habt.
Die Aussetzer sind mal auf einem, mal auf vielen, mal auf allen Zylindern, aber nicht durchgehend, sondern immer nur ein, zwei, maximal sechs stück pro 200 Kurbelwellenumdrehung und pro Zylinder. Das ganze bei Kaltem und warmem Motor, bei leerlauf, bei geringer und bei Vollast. Aber eben nicht immer, es kommt auch vor dass minutenlang keine aussetzer sind.
Ich schreibe, weil ich nicht weiter weiß ehrlich gesagt, ich will nicht alles tauschen sondern eine gute idee womit ich anfange.
Symptome: - Zündspulen haben ca 1,2 KOhm statt 0,3-0,5 wie der Reparaturleitfaden in etwa angibt. - Im fehlerspeicher steht ab und zu gemisch zu fett - Im Fehlerspeicher steht ab und zu Motordrehzahlgeber: unplausibles signal - Anfangs lief der motor nach dem kaltstart unrund und nach ein zwei Minuten ginggs (da wars draußen noch ca 15°C) - Inzwischen merkt man es die ganze zeit sporadisch. - Gelegentlich fällt bei Vollast das volle Motordrehmoment komplett weg und kommt nach ca. 0,1 sekunden wieder. das ist gesund... - Dabei wird weder die zündung zurückgenommen noch der drosselklappenwinkel, und es greift auch keine klopfregelung. Aber das MotorSTG erkennt, dass für nen Moment kein drehmoment da war (OBD-mitgeloggt). Es lässt sich nur keine korrelierende größe ausmachen. - Immer häufiger kann der Leerlaufregler den leerlauf nicht stabilisieren, allerdings auch nur sporadisch, pro fahrt etwa 50% der Fälle, in denen die Drehzahl schwankt. - Beim losfahren nach dem Kaltstart fehlen leistungsmäßig mindestens drei Zylinder, sobald man aber etwas gas gibt und die drehzahl 2000 etwa erreicht hat, läuft er mit aussetzern aber viel ruhiger, - Je wärmer der Motor, desto weniger ist zu merken von den aussetzern, abgesehen von den Drehmomenteinbrüchen bei viel Last. - Das ganze kam erst mit der Zeit, und fing mit unrundem Lauf nach dem Kaltstart an.
Ich habe bisher: - Motordrehzahlgeber durchgemessen, gereinigt, richtig wieder eingebaut - neuen LMM eingebaut - neue Zündkerzen eingebaut - neue Leitungen von Zündspulen zu Zündkerzen eingebaut - zündendstufen mit anderen gebrauchten quergetauscht - Zündkerzen nochmals gereinigt - nochmal andere Zündkerzen probiert - acht neue Zündspulen eingebaut, allerdings nach 1 minute unrundem Probelauf wieder ausgebaut und zurückgegeben - schon mehrere neue Tankfüllungen so durchgelassen, am sprit liegts nicht - vor 6000 Km die einspritzventile überholen lassen - alle ansaugleitungen schon fünf mal oder öfter auf undichtigkeit überprüft - einen neuen Benzindruckregler eingebaut - das Motorsteuergerät mehrfach alle lernwerte nach Vorschrift neu anlernen lassen
Mögliche ursachen meiner Meinung nach: - Doch alle Zündspulen defekt, beim einbau der neuen waren allerding ein paar zündkerzen abgesoffen, daher liefs nicht gleich - alle zündendstufen die ich hier habe sind sporadisch defekt - der Kurbelwellendrehzahlgeber, der ab und an im fehlerspeicher steht, ist doch hin, trotz korrekter position und richtigen widerstandswerten - Die kabel zu den Zündspulen oder vom Motorstg zu den Zündendstufen haben nen knacks - Im brennraum herrschen zauberhafte Bedingungen, z.b. mitgerissenes Öl, das sich gesammelt hat, die sporadisch eine Verbrennung bei einer von 100 verbrennungen unmöglich machen - Die Lambdasonden sind hin, weil z.b. verbranntes öl oder silikonbestandteile in den Auspuff gekommen sind - Das MotorSTG hat einen Knacks - Mir ist ein scheiß Kobold in den Auspuff gekrochen
Eure Meinung bitte! Alle diese Sachen könnten eventuell schuld sein, aber mir ist nicht klar, warum es die allermeisten Verbrennungen hinhaut, und manchmal auch am Stück ein paar Minuten, und dann wieder nicht,
Ich hoffe auf eure Tipps, denn ich will nicht auf verdacht alle Zündspulen, die Zündendstufen, den Drehzahlgeber und das MotorSTG tauschen, und am schluss sind es die Kabel...
Hallo Vincent, die Masse für die Endstufen kommen vom Block vorne rechts, hinten links (4xbraun auf Schrauböse). Wenn dort der Widerstand zu hoch ist (Kontaktkorrosion) könnte das Zündsignal zu schwach sein! (Ebenso Motor/Getriebemasse schlecht, oder auch der zentrale Massepunkt im Motorkabelbaum). An sonsten kenne ich so eine Reaktion nur vom teilw. zugesetzten/def. Kat (oder Restteile im Endtopf) - Staudruck... Ein rein Elektronikfehler ist stabiler und würde nicht so streuen.
P.S. (die Zündspulen haben noch ein 1K Entstörwiderstand)
Ja, aber mit demUmbau hat das nichts zu tun, das ist ja schon beim Kaltstart ohne gasgeben so... Also schon mal danke, allerdings sagen die Reparaturleitfäden eben für den Messwert der Zündspulen-Primärwicklung 0,4 KOhm oder sowas, da lieg ich (allerdings mit schöner regelmäßigkeit) um den faktor drei drüber. Wie ist das denn mit defektem Kat, ich meine denkbar wäre sowas immer, aber warum dann sporadisch? Ich hatte mal bei meinem Vorletzten auto nen defekten Kat, aber da war einfach ende mit leistung, da war bei 120 schluss...
beim def. Kat kommen Zündaussetzer sporadisch und wandern über die ganze Bank. Die Elektronik kommt damit nicht klar und bringt die dollsten Fehler (mal Zündung. Lambda, klopfen, ...). Wenn schon mal einer der Kat´s def. war, könnten Teile davon noch im Endtopf liegen und je nach Lage zu einem Rückstau führen, die dann Zündaussetzer verursachen (mit entspr. Fehlreaktion der Elektronik). Ich würde einfach mal die Anlage abbauen und prüfen ...
- Einen Wackelkontakt in der Versorgungsmasse äußert sich im Fehlerbild ähnlich. Schwachpunk ist die rechte Seite wo die Masse zusammen in den Kabelstrang gehen und der Massepunkt im Kabelstrang kurz vor Ausgang zum STG.
ist deine Schwungscheibe 100% in Ordnung? Bei den älteren Motronics ist's noch so, dass implausible Signale am DZG zu Zündaussetzern führen können, weil die Motronic die Zündzeitpunkte nicht mehr feststellen kann. Herrühren können diese implausiblen Signale von verdreckten oder defekten Schwungscheiben (Zähne rausgebrochen).
Dein V8 Bi-turbo Umbau lief doch vorher auch richtig gut oder ? Du warst doch mit Konno da dran und es funzte alles, oder ? Wie habt ihr denn die Abstimmung für den Ladedruck gemacht, das muß ja das STG wissen oder net ? Das war der Hohenester Kram, mit Zusatzsteuergerät, richtig ?
Kam das denn von nun auf jetzt ? Wie sehen denn die Kerzen aus seitdem ? Vielleicht die Benzinpumpe oder die Einspritzventile ? Obwaohl das unlogisch wäre.
Wenn würde ich auf Elektrik tippen, sprich Massefehler / Kabelbrüche / STG oder ähnliches ......
Ja ich denke auch sowas. Benzinpumpe hab ich getestet, liefert über 6,5 Bar, und neuen Benzinfilter hab ich auch eingebaut. Im Prinzip ist die Motorsoftware auf die größeren Einspritzdüsen, den geänderten Benzindruck und Turbo programmiert, also teils Fetter und andere ZZP damit nix klopfen kann. Das zusatz-stg steuert den Ladedruck. Die kerzen sind sehr rußig, klar, da aus der Kurbelgehäuseentlüftung nun mehr Blow-By kam (hab das jetzt geändert, wird nicht mehr angesaugt sondern ölabscheider), und weil ja zündaussetzer außerdem nicht grad zum freibrennen der Kerzen führen. Die freibrenngrenze wird wegen höheren wärmewerts wahrscheinlich auch nur "grade so" erreicht, weil man ja bei normaler fahrt und und Beschleunigung und bis 220 Km/h nicht mal überdruck braucht ;-)
Bastian, das geht beim A8 / S8 und S6 + nicht mehr da der Anlasserkranz NUR für den Anlasser ist und das Schwungrad Kerben hat wo abgetastet und der OT genommen wird. Schau mal aufs Bild von meinem S6+ Motor ausm V8.
du hast doch da schon OBD-2 - da müsstest du doch relativ gute Möglichkeiten, das Motorsteuergerät zu debuggen, respektive etwas tiefer reinzusehen. Geht man davon aus, dass das Steuergerät den Zündaussetzer "befiehlt", muss es einen Auslöser dafür geben. Ein Klopfsensor führt zu keinen Zündaussetzern, von der Lambda ist mir das eigentlich auch nicht bekannt. Eventuell kannst du auch den Fehlerspeicher im Auge behalten und schauen, ob der DZG-Fehler in Einklang mit einem Aussetzer gebracht werden kann. Fehlerspeicher löschen, Runde fahren, und gleich nach dem Aussetzer Fehlerspeicher checken, noch während dem Fahren.
Hallo Bastian! Also ich habe inzwischen schon sehr viele Logfiles mitgeschrieben.
Der Fehler "unplausibles Signal" vom Motordrehzahlgeber kommt überhaupt nicht im Einklang mit Zündaussetzern oder Drehmomentabfall. Dieser Fehler steht alle 4-5 Fahrten mal drin, oder noch seltener. Die aussetzer sind aber inzwischen auf jeder Fahrt, deshalb steht das Auto jetzt bis ich ne idee habe.
Die anderen Größen die ich mit OBD mitloggen kann haben auch keinen einfluss auf den Drehmomentab- bzw ausfall. Konkret heißt das:
haben keine Änderung in dem Moment, in dem das MotorSTG aber einen Drehmomentwegbruch auf Null signalisiert. Die Abfrage-Rate habe ich so hoch geschraubt, dass man das auf jeden Fall sehen müsste. Immerhin wird das drehmoment ja auch mit einbruch auf Null aufgezeichnet. Das wiederum bedeutet aber doch, dass das MotorSTG irgendeine Eingangsgröße hat, die verursacht, dass das Drehmoment mit 0 Nm berechnet wird - also kanns eigentlich nicht sein dass Sprit und Zündfunke da sind und das gemisch aber trotzdem nicht zündet, warum auch immer - denn da würde er zwar verbrennungsaussetzer bemerken, aber das Drehmoment müsste dennoch berechnet werden so, als ob normal verbrannt würde... Aber angenommen, das MotorSTG erhält sporadisch kein Signal vom Drehzahlgeber, und zwar gerade so lange, dass es denkt die Drehzahl sei 0, dann würde es auch 0 Nm berechnen da es dann aufhört einzuspritzen und zu zünden. Wenn jetzt wieder eine Impulsfolge kommt, die eine Drehzahl von 4000 Upm vorgibt, beginnt das STG wieder einzuspritzen und zu zünden.
Nun mal ein Gedanke:
Da der Nockenwellengeber als Hallgeber nur jede NW-Umdrehung einen Impuls gibt, wäre es möglich dass bis zu knapp zwei KW-Umdrehungen gemacht werden, bei denen kein Drehzahlsignal vorliegt, aber auch kein NW-Signal. Das wäre dann ein Grund, keinen Fehler zu erkennen und zu denken, die Drehzahl sei jetzt 0. Nur dann, wenn trotz NW-Signal kein KW-Signal kommt, merkt das STG dass was nicht stimmen kann, und schreibt "Unplausibles Signal Motordrehzahlgeber" in den Fehlerspeicher. Das wäre dann der fall, wenn das KW-signal länger als zwei KW- Umdrehungen aussetzt. (die Nockenwellen drehen ja beim 4-Taktmotor halb so schnell wie die Kurbelwelle, und soweit ich weiß ist nur der KW-Drehzahlgeber einer, der feiner auflöst als einen Impuls pro umdrehung, den NW-Geber brauchts nur um festzustellen ob nun gezündet werden soll im OT oder ob abgas ausgeschoben wird. Wenn das NW-Signal fehlt wird einfach immer in OT gezündet, also doppelt so oft. Die auflösung des KW-Gebers beträgt normalerweise 60 Zähne+zwei fehlende = 6° genauigkeit. Der rest wird über Geschwindigkeitsänderung zwischen den Zähnen, also über den zeitlichen Impulsabstand interpoliert, wenn ich mich recht erinnere geht das auf etwa 0,1° genau)
Ich hab jetzt mal vorsorglich den Drehzahlgeber neu bestellt, denn immerhin ist das das einzige Teil was konkret im Fehlerspeicher benannt wird und - zumindest manchmal - ein Unplausibles Signal liefert. Also das muss meiner Meinung nach erst mal 100% behoben werden bevor man an anderer Stelle sucht... vielleicht ists auch ein schlechter Massekontakt irgendwo, oder eine Kalte lötstelle im STG, aber jedenfalls sollte sowas nie im Fehlerspeicher stehen. Vince
vielleicht hilft dir das auch noch: Ich hab' diesen Drehzahlgeberfehler _immer_ im Fehlerspeicher, gleich nach dem Start (ganz andere Baustelle, aber Motronic bleibt Motronic). Ich hatte auch hier und da, aber nur ganz selten, Zündaussetzer. Was ich auch noch hatte, waren absolut eigenartige Aussetzer beim Start d. Maschine (also der Starter arbeitet, und setzt dann urplötzlich aus, um weiterzumachen). Das Ding ist aber neu.
Nun hatte ich auch noch "Supply Voltage too low" immer wieder im Speicher. Das bin ich zufällig losgeworden, als ich einen Tempomaten nachrüstete, dessen Halterung genau unter die Massepunkte kommt. Seither hab' ich beiderseits diese Fehlzündungen nicht mehr und auch den Fehler nicht mehr im Speicher. Strange, nicht? Der DZG-Fehler ist aber immer noch drin...