V8 no longer pulls properly

80 posts · 17,177 views · started

#61
Das hat mit Stromfluss nur am Rande zu tun. Es geht um Spannung und Durchschlagfestigkeit der Umgebung.
In dem Moment in dem das elektrische Feld (Spannung) zwischen den Elektroden hoch genug ist schläg der Funke über. Dadurch wird die Funkenstrecke ionisiert und leitfähiger. Dann fliesst natürlich Strom, aber der wird durch den Widerstand der Zündspule und die Leitfähigkeit der Funkenstercke begrenzt.
Da die Funkenstrecke bei Gleitfunkenkerzen länger ist, ist auch der Widerstand der Funkenstrecke höher. Daher ist der Funke energiemässig kleiner.
WhatsApp
#64
Das ganze hat nicht nur eine elektrische Seite, man kann das auch mit der Strömungsmechanik beleuchten. (Leider ist es was länglich geworden, aber ich hoffe, es interessiert Euch):

Das Gemisch ist im Brennraum keinesfalls in Ruhe, sondern es muß ein Wirbel im Brennraum vorliegen, dessen Rotationsachse senkrecht zur Zylinderachse liegt (wird als Tumbleströmung bezeichnet). Nur so ist es möglich, daß Gemisch durch die Funkenstrecke gedrückt wird. Nur der vom Funken erfaßte Teil des Gemisches entzündet sich. Es entsteht ein kleiner Flammkern, der das umliegende Gemisch aufheizt, wodurch es dort zur Reaktion kommt. Eine Flammenfront läuft also durch den Brennraum und setzt das Gemisch um.
An allen Wandungen des Brennraumes ist die Strömungsgeschwindigkeit null. Dieser Umstand wird als Haftbedingung bezeichnet. Das bedeutet, das trotz des Tumblewirbels im Brennraum an der Wand eben keine Strömung vorliegt. Erst wenn man sich von der Wand entfernt, ist etwas von Strömung zu spüren. Als Wand ist auch die Oberfläche der Zündkerze zu betrachten. Gleitet jetzt der Funke nur über den Keramikkörper, wird nur sehr wenig Gemisch entzündet, weil dort die Strömungsgeschwindigkeit so niedrig ist. Der durch das Gemisch schlagende Funke der einpoligen Kerze reicht weiter von der Wand weg und mehr Gemisch wird entzündet. Dadurch wird der Flammkern größer.
Zunächst wächst der Flammkern nur sehr langsam, es ist kaum ein Umsatz von Gemisch festzustellen. Dieser 'Brennabschnitt' wird als Zündverzug bezeichnet, weil man noch gar nicht merkt, daß es losgegangen ist. Wenn der Flammkern nun ein bischen größer ist, breitet er sich schneller aus und die Verbrennung erfolgt etwas zügiger, bei kleinem Flammkern braucht die Verbrennung ein wenig länger. Da die Strömungen im Brennraum nicht immer gleich reproduzierbar sind, sind die Flammkerne immer unterschiedlich und daher die Druckverläufe in den Arbeitsspielen nie ganz gleich. Das wird als Arbeitsspielvariation bezeichnet und ist für den Ottomotor charakteristisch. Kleinere Flammkerne wirken wie ein Spätstellen der Zündung, da die Zündverzugszeit länger ist. Diese gößere Zündverzugszeit baut man sich bei den Gleitfunkenkerzen gleich mit ein. Die Klopfregelung sollte den eigentlichen Zündzeitpunkt dann aber ein bißchen nach vorn ziehen, um ausgleichend zu wirken. Ob das aber immer so klappt und bei allen Motoren gleich gut, das weiß man nicht. Sicher ist bekannt, daß spätes Zünden auf Leistung und Wirkungsgrad nachteilige Auswirkungen hat.

Martin
WhatsApp
#65
Ey DANKE

endlich mal was konkretes, klingt total fachmännisch, ist dem so oder muss mans einfach glauben?
WhatsApp
#66
das würde die Aussage vom Carsten untersützen. Es wäre nur mal interessant, mit welchen Zündkerzen die V8 ausgeliefert wurden und mit welchen Kerzen dann die Leistung (250 bzw. 280 PS) erzielt wird. Es gibt zwar eine Serienstreuung, aber gehen wir mal davon aus die wäre vernachlässigbar. Könnte es sein, dass die V8 die mit den 4-poligen Kerzen Probleme haben, auch Probleme mit der Regelung der Zündung haben. Also diesen Zündzeitpunkt vor- oder zurückschieben? Das es vielleicht nicht unbedingt an den Kerzen liegt, sondern an Sensoren die defekt sind?
WhatsApp
#67
original waren damals die einpoligen wie angesprochen... die Harrersch hat sich sogar DIE VON DAMALS im Ebay gekrallt... die 4poligen sind erst viel später gekommen...
WhatsApp
#68
in meinem ETKA Audi Version 445, müßte von 2001 sein, werden nur noch die 4-poligen aufgeführt. Also ich vermute: 1-polige für den PT bis Facelift (die 4-poligen gab es glaube ich erst so ab 1991/92) und danach für ABH und PT die 4-poligen. Der PT hatte doch auch irgendwann nur noch 245 PS! Aber könnte es nicht sein, dass bei denen mit 4-poligen ein Problem mit der Anpassung der Zündung haben!
WhatsApp
#69
Der Frank Konnopasch hat das mal auf den Punkt gebracht mit den Zündkerzen ... wann warum welche Zündkerzen verwendet wurden!

Ich finde nur leider sein Posting von damals nicht ...

Konno sag mal was ...
WhatsApp
#70
Wieso sollte man sich schlechtere Kerzen einbauen deren Unzulänglichkeiten dann von der Regelelektronik ausgeglichen werden müssen?
WhatsApp
#71
Ich hab' da was gefunden: http://www.audiv8.com/forum/showthreaded.php?Cat=&Board=v8engine_ger&Number=143596&page=&view=&sb=&o=&vc=1
Und wenn Konno recht hat bedeutet das, dass die 4-Finger Kerzen nie im V8 getestet und freigegeben wurden. Das war dann einfach eine kommerzielle Änderung.
WhatsApp
#73
aber wie kann dann Audi in den ETKA die nicht freigegeben Kerzen aufnehmen!? Das glaube ich nicht. Wenn dadurch Motorschäden entstanden wären, hätten die sich ja ein bißchen selbst ins Knie gemacht!
WhatsApp
#75
Laut Audi sind original 4polige verbaut. So steht´s im Etos, Etka und wenn du zum Händler gehts bekommste die leider auch. Die Kennung ist : HGR7KQC und beim S6 + HGR6KQC

Würde mich nun auch mal interessieren.....
WhatsApp

Join the conversation, see photos and ask questions? Sign in with your forum account.

Sign in