Expertenfrage: Lambdaregelung

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#46
Mechatronik - der Lachberuf schlechthin! Jeder Elektriker/Elektroniker ist im Prinzip Mechatroniker, Industrieelektriker sind sogar noch eine Menge mehr als "nur" ein Mechatroniker.
Das ist so ziemlich der dümmste Beruf, den die IHK da geschaffen hat - mich wollten die damals vor 7 Jahren (da gab es den Beruf hier in BRB offiziell noch garnicht) auch zum Mechatroniker umschulen - ich habe die ausgelacht, denn was macht man alles als gelernter Radio- und Fernsehtechniker (Stichwort Videorecorder z.B.)? Und für so einen Mist drücke ich keine 30 Monate zusätzlich die Schulbank!
Ich bin nachwievor der Meinung, dass ein gut ausgebildeter Elektroniker mindestens das gleiche auf dem Kasten hat, wie so'n Schaltungsfreak a la Mechatroniker!
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#48
Wenigstens was solides!
Meinen Beruf gibt es ja so auch nicht mehr - nach der Regelung ab 1999 wäre ich ein "Informationselektroniker für Geräte- und Systemtechnik" - so'n Sch...!
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#49
Hi,

ich würd' interdisziplinäre Berufe nicht per se für schlechte befinden. Ich bin bspw. Wirtschaftsingenieur, Ausbildungszweig Betriebsinformatik. Uns sagt man nach, unsere Schwäche, aber gleichzeitig auch unsere größte Stärke sei, dass wir von allem eine Ahnung hätten und von nichts so richtig.

Sicher müsste ich mich jetzt (wieder) tiefer in die Materie einlesen, um Berechnungen irgendwelcher mechanischer Bauteile durchzuführen, komplexere Stücklisten anzufertigen oder um komplexere elektronische Schaltungen durchzurechen. Aber ich kann mitreden, ich hab' das Zeug mal gemacht, mal eine Fräsmaschine oder ein Schweißgerät in der Hand gehabt (und mich sauber verbrannt . Weitergebildet hab' ich mich aber in eine ganz andere Richtung, Informatik eben.

Der Clou ist: Sitze ich heute mit "Fach"-Informatikern an einem Tisch, dann hört bei denen oftmals der Tellerrand bei irgendeiner Programmiersprache auf. Kommen dann Themen wie das Ansprechen von Hardware auf den Tisch, war's das, Ende der Fahnenstange. Und gerade da würd's aber interessant werden, weil es anfängt, interdisziplinär zu werden. Das kann man beliebig fortspinnen.

Die Idee des Mechatronikers wird wohl einst einmal gewesen sein, genau so eine Interdisziplinarität zu vermitteln, damit die Leute den Überblick bei so komplexen Dingen wie eine computergesteuerten Einspritzung etc. haben. Was dann de facto rauskam, kann ich nicht beurteilen. Da aber bei uns damals schon und heute noch viel mehr reine Hohlköpfe durch die Ausbildung geschoben werden, wäre ich nicht überrascht, wenn das Konzept nicht so aufgegangen ist, wie man es sich erhofft hatte.

Aber deshalb ist die Idee nicht schlecht!

lG

Bastian
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#50
Ich habe einen Mechatroniker in der Bekanntschaft - glaube mir wenn ich sage, dass das ein teilgebildeter Theoretiker ist!

Er kann auf vieles THEORETISCH eine Antwort geben, aber PRAKTISCH scheitert es bereits an der Umsetzung, eine gedruckte Schaltung auf ein Stück Lochstreifenplatine zu kriegen!

Der Kernpunkt der heutigen Mechatronikausbildung liegt leider mehr auf mechanische Bauteile, als auf deren komplexen und digitalen Ansteuerung, und sorry, einen Motor kann jeder Elektriker durchmessen.

Was nutzt mir eine Ausbildung, die die digitale Steuerungstechnik nur ankratzt?
Ein RFT wie ich, ein Informationselektroniker, Fernmeldetechniker etc kann wenigstens digitale Schaltungen selbst entwickeln - ein Mechatroniker jedoch nicht.

Aus meiner Sicht geht das Berufsbild Mechatroniker klar am Ziel vorbei, denn was der in seiner Ausbildung lernt, lernt auch jeder Elektroniker, der wesentlich mehr auf dem Kasten hat.

MEINE MEINUNG!
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#51
Ein Informatiker, der ev. komplexe Datenbanksysteme erstellt, muss aber nur ein klein wenig um die Ecke denken, wenn er z.B. einen Ethernet Treiber schreiben soll.
Der Automechaniker muss aber fast alles vergessen was er über Maschinen weiss, wenn er sich an die Analyse eines Motronic Steuergerätes macht. Hydraulik und Pneumatik geht noch. Das kann man auch sehen, fühlen und riechen. All das fehlt bei der Elektronik und erfordert daher eine andere Denk- und Vorgehensweise.
Das passt einfach nicht zusammen.
Ein Getriebe Entwickler hat ja auch keine Ahnung vom Getriebe Steuergerät. Der arme Mechatroniker soll aber beides kapieren.
Der Leid- und Kostentragende ist dann der Kunde, wenn man ihm nach 3 Stunden Fehlersuche erst mal neue Zündkerzen, Verteiler und Enspritzdüsen etc. einbaut. Als nächstes das Steuergerät austauscht um dann beim 3. Besuch festzustellen, dass der Luftmassenmesser sporadisch spinnt.
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#52
Bei uns wurde auch schon einiges weggekürzt,
an die Drehbank durfen eine Hand voll Leute nur weil wir den Ausbilder genervt haben!
Schweissen hab ich mir selbst beigebracht.

Fast währe ich Kommunikationselektroniker Fachrichtung Funktechnik geworden.
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