Expertenfrage: Lambdaregelung

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#31
Hi Bastian,
SSP 105 V8-Motor !
Da steht einiges drin (siehe Einspritzung mit adaptiver Regelung).
Der Benzindruckregler ist Unterdruckgesteuert und liegt in der Rücklaufleitung,regelt also die Menge die wieder in den Tank fließt !
Möglicherweise ist die Lambda ja nur in einem bestimmten Bereich defekt und immer,wenn er in den Bereich kommt,sagt er "mehr oder weniger Benzin" und im nächsten Moment hat er wieder Werte und schaukelt sich dann auf !?
Mit der Gasanlage kann man die Lambda während der Fahrt auslesen .
Gruß Thomas
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#32
LLRV wird durch den LLSchalter aktiviert... vorher ist nix da mit LLRV, sonst würde der Schalter ja auch keinen Sinn machen...
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#33
Hi Roy.
Das ist so pauschal auch nicht richtig, denn das LLRV regelt bei Bedarf auch im Teillastbereich!
Auch der Moment des Motordrehzahlerhöhens aus dem Leerlauf heraus wird durch das LLRV unterstützt, da er sonst kurz "Bocken" würde (der Motor), weil zu fett.

[Zitat] Die Funktionsweise dieser Motronic basiert auf den von zahlreichen Sensoren ermittelten Daten. So werden zum Beispiel ständig die Motordrehzahl und die Menge der angesaugten Luft ermittelt. [/Zitat]

Kleinere Korrekturen finden mit dem LLRV statt.

Bearbeitet von Sven

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#34
Hi,

angesaugte Sauerstoffmenge werden durch den Ansauglufttemperaturgeber, den LMM und das DKP errechnet. Wieso wird dann nicht einfach exakt soviel eingespritzt, wie nötig ist, sondern mehr, und das LLRV muss nachregeln?

lG

Bastian
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#35
Hi,

danke! Den SSP kenn ich eh recht gut, nur dieses spezielle Verhalten war/ist mir ein Rätsel.

Die Lambda kann man auch ohne Gasanlage während der Fahrt auslesen Aber die Idee ist gut! Wenn ich das nächste Mal irgendwo eine defekte Lambda erwische, mach ich mal eine Messblockanalyse und schau, wie was nachgeregelt wird!

lG

Bastian
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#36
O.K., drücken wir es mal anders aus.
Das LLRV ist ständig aktiv!

Es ist ein Irrglaube, dass das LLRV NUR für den Leerlauf zuständig ist.
Es ist genauso aktiv am Regelverhalten der Motronic eingebunden, wie zahlreiche andere Stellglieder auch.

Das LLRV regelt also nicht nur nach, sondern ist ständig für den GLEICHLAUF des Motors involviert.

Genaueres findest Du auch in der SSP 143 (Motronic f. 20V und V8 ab 92) sowie in der SSP 105 (3.6 V8-Motor).
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#37
Kann ich bestätigen. Nachdem ich letztes Jahr mein LLRV gereinigt und geölt hatte ist mein Spritverbrauch um einen Liter gesunken.
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#38
Weils grad so schön hier hinpasst...

Als erstes mal prinzipiell zur Funktion der Lambda sonde:
Eigentlich ist das ganze, vereinfacht betrachtet, ja nichts anderes als ein Temperatur Sensor der automatisch den optimalen Temperatur wert erkennt. Klar, die Messung funktioniert komplett anders, aber das tut jetzt ja hier mal nichts zur Sache. Ich kenne das ganze nur aus der Fliegerrei, wo die Lambda Reglung ja noch komplett von Hand erfolgt, mittels eines abgas Temperatur gebers und dem einstellhebel fürs Gemisch. Verfahren wird dabei normalerweise folgendermaßen, Üblicherweise kommt man von gemisch voll Fett, zieht den Hebel langsam zurück in richtung mager, der Temp. wert steigt (zu Fett), bis er ein gewissen Höhepunkt erreicht (ist der Höhepunkt Lambda=1?), danach fällt er wieder ein Stück ab, bis der Motor schließlich aussetzer bekommt, oder im extremfall ausgeht (zu mager). Ausgehend vom Höhepunkt wird zum Schutz der Bauteile ein bißchen mehr gemisch dazu gegeben, so dass die Temp. wieder ein bißchen fällt, als reiner Schutz für die Bauteile (bzw. ich glaube auch geringe Mehrleistung, bei wenn auch gering höherem Spritverbrauch), und damit wird dann geflogen. Die max. Temperatur ist natürlich abhängig von der außentemperatur, der Höhe und vermutlich noch zig anderen Faktoren.Da kommt die Messmethode der Lambda Sonde ins Spiel, die halt nicht die absolute Temperatur misst, sondern die Sauerstoffkonzentration zwischen außen und dem Abgasstrahl. Bei einem Verhältnis von 14,7:1 ist das optimal, sprich, die Temperatur auch am höchsten. Sehe ich das bis hierhin so alles Richtig?
So jetzt ist es so, ich habe nach der Lambda sonde noch einen Kat, der möglichst genau lambda=1 braucht um optimal zu arbeiten. Soweit so gut, der Kat macht dann irgendwelche chemischen umwandlungen (die meiner meinung nach der Umwelt mehr schaden als nützen, aber das ist ein ganz anderes Thema), und jetzt kommt mein Problem. Warum um alles in der Welt setzt man nach dem Kat noch eine Lambda Sonde? Baut tatsächlich jemand sowas ein als reiner Kontroll Wert? In einer Zeit in der soviel an den drecks Gurken gespart wird? Ich kanns mir eigentlich nicht vorstellen... Ein Falscher Wert der Nachkat sonde lässt ja nur 3 mögliche Schlüsse zu, 1. die Sonde vor dem Kat spinnt, 2. der Kat ist kaputt, die nach kat Sonde selbst ist im Eimer. Und nur dafür baut man eine extra Sonde ein? Oder gibts hier noch anwendungsmöglichkeiten an die ich nicht denke?
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#39
Hi,

das ergibt aber auch keinen Sinn. Stünde das LLRV immer offen, was mehr Sauerstoff, ergo mehr eingespritzten Sprit etc. ergäbe, so würdest du auch mehr Leistung auf der Maschine haben, ergo das Gas zurücknehmen, also unter'm Strich gleichviel verbrauchen.

Oder?

Bastian
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#40
Mehr Sauerstoff bedeutet NICHT zwangsweise auch mehr Leistung!
Klemm doch einfach mal das LLRV ab und fahre eine Runde!

Der Wagen ist im Teillastbereich wesentlich störriger, verbraucht mehr, und im unteren Drehzahlbereich nimmt er nur sehr träge Gasbefehle an - er neigt zum Verschlucken!
Das sind alles Zeichen für ein zu fettes Gemisch - und genau da regelt das LLRV!
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#41
Ich hatte bis jetzt bei jedem V8 ein Problem mit dem LLRV - mit der Zeit bekommt man live mit, was alles vom LLRV ausgeht!
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#42
Okay,

ich gebe mich geschlagen

Es ist echt mächtig komplex, das muss ich schon sagen. Jeden Mal, wenn ich mir denke, ich steig' durch, kommt wieder was neues zum Vorschein.

lG

Bastian
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#43
Ich denke mal, wer einen wirklich rund laufenden Motor haben will, sollte speziell beim 20V sowie auch beim V8 spätestens nach 10 Jahren IMMER die Lambdasonde, das LLRV, das DKP/DKS, sämtliche Temperaturfühler auf genaue Werte überprüfen, da die meisten Probleme von diesen Kandidaten ausgehen.

Die Motronic ist eigentlich (!) recht simpel - was die Motronic jedoch unberechenbar macht ist die Eigenschaft, dass sie Sensoren beim Erkennen von Fehlwerten trotzdem weiterhin auswertet und mit diesen Werten arbeitet, anstatt dann festgelegte zu nehmen. Das macht die anschließende Fehlersuche nicht gerade leicht.
Auch die Toleranzen, welche in der Motronic hinterlegt sind, sind recht groß gehalten, sodass ein Sensor immernoch als i.O. erkannt wird, obwohl er nur noch Müll misst!

Die Motronic hat aber auch den Vorteil, dass sie durch ihre simple Funktionsweise recht einfach überprüft werden kann, und das macht sie wieder attraktiv für Multimeter und Co.!
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#44
Du hast schon recht. Im Wiki steht was dazu. Man kanns auch übertreiben und bzgl. dem Umweltnutzen bin ich auch auf Deiner Seite.
Aber die Menscheit ist nunmal blöd und will verars... sein
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#45
Dafür gibt's ja heute den Beruf des Mechatronikers. Obwohl ich manchmal glaube, dass die weder von dem einen noch von dem anderen richtig Ahnung haben.
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