Expertenfrage: Lambdaregelung

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#17
HI Hans-Jürgen,

das Ignorieren des Lambda-Wertes oberhalb von 3500 macht für mich keinen Sinn. Wenn ich konstant mit 180 km/h auf der Autobahn fahre, würde das bedeuten, mein Lambda-Wert wird ignoriert. Das würde ergo auch bedeuten, dass mein Verbrauch oberhalb der 3500 signifikant SINKEN würde, innerhalb der nächsten paarhundert Touren zumindest, wenn meine Lambda im Eimer ist. Da das bei meinem 20V momentan der Fall ist, kann ich das aber leider nicht bestätigen. Der frisst auch oberhalb besagter Grenze wie ein Loch Sprit. Nach Abstecken der Lambda passts aber.

Ansonsten ist das mit der Regelträgheit natürlich nicht uninteressant. Aber warum hat man dann die wellenförmige Beschleunigung, wenn die Lambda immer "zu mager" meldet? Ich bin eben verwirrt, dass beides eintritt, ein enorm höherer Verbrauch UND das Ruckeln.

Danke dir jedenfalls, wieder ein neuer Hinweis!

lG

Bastian
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#18
Hi,

daher hab' ich ja auch gefragt: Wer WEISS es?

lG

Bastian
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#19
Nagel mich bitte nicht fest, aber ich meine mal gelesen zu haben, dass die Motronic bis V2 einen Regeldurchlauf von knapp einer Sekunde hat.
Die ermittelten Werte werden nicht gleichzeitig ausgewertet, sondern in unterschiedlichen Gattern aneinandergefügt.
Einige Daten werden parallel genommen, andere wiederherum in Folge.
Da der Benzindruck zwar schlagartig ansteht, aber nicht genauso schnell wieder reduziert werden kann, ist das mit Sicherheit ein weiterer Punkt, der dieses "träge" Regeln unterstützt.

Da man aber so selten ein STG im Betrieb ausmessen kann und Schaltbilder meines Wissens nach nicht frei existieren, kann man das nur schwer kontrollieren, ob an dieser Aussage alles stimmt, oder eben nur ein Teil.
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#20
Ähm, durch den DKP wird das Steuergerät dazu veranlasst, Standardwerte zu nehmen. Sprich gemütliches Gondeln bei 180 ist eine Konstantfahrt, und somit wird geregelt - drückst Du aber den Pinn durch (Volllast), wird die Regelung deaktiviert.
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#21
Was, ausser Sonde tauschen, willst Du denn machen, wenn Du genau weisst wie's passiert?
Nachdem die Lambda auch nur ein schnöder Widerstand ist, könntest Du Dir ja auch einen Poti ins Amaturenbrett bauen und selbst ein bisschen regeln oder sogar gegensteuern.
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#22
Hi,

der V8 hat doch keinen regelbaren Benzindruck, oder? Die Einspritzmenge wird rein über die Öffnungszeiten der Einspritzventile gesteuert. Es gibt zwar einen Benzindruckregler, soweit ich weiß, der aber wiederum wird über den Saugrohrunterdruck gesteuert (über eine Membran).

Oder irre ich?

Danke

Bastian
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#23
Hi,

es war eine Prinzipfrage, weil ich verstehen möchte, wie die Motronic regelt.

Prinzipiell hast du natürlich recht.

lG

Bastian
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#25
Kommt das nicht auf's gleiche heraus???
Jedes Stellglied hat eine Reaktionszeit, die meist größer ist als das Signal dazu (logischerweise).
Aber mal eine andere Frage: Was hast Du vor?
Wozu ist es wichtig zu wissen, warum eine defekte Lambda sich wie verhällt wenn Du weißt, dass ein Tauschen der Lambda alle Symptome behebt?
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#26
Hi,

weil ich die krankhafte Eigenschaft habe, alles hinterfragen und verstehen zu müssen

Ne, konkret geht es um eine defekte Lambda bei meinem 20V, oder vermeintlich defekt, aber ich glaub' nicht dran. Da hab' ich aber andere Symptome, dennoch hilft mir die Diskussion hier, das alles etwas besser zu verstehen. Bspw. gibt es dort bei falscher Lambda-nachregelung lt. Messblockanalyse die abstruse Möglichkeit, dass der Benzindruck zu HOCH ist. Da muss man erstmal durchsteigen.

lG

Bastian
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#27
Hi,

bei Aktivierung d. Volllastschalters wird in jeder Lebenslage ein Teil der Sensorwerte, inkl. des Lambdawertes, ignoriert. Jup. Aber lt. Hans-Jürgen und einigen anderen wird auch im Teillastbereich der Lambdawert aber 3500 Touren ignoriert - und da hapert's bei meinem Verständnis.

lG

Bastian
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#30
Die Lambda meldet nicht "immer zu mager", sonder sie meldet
es zum falschen Zeitpunkt z.B.:
- STG fettet an, Lambda meldet genug, - alles paßt
- STG fettet an, Lambda meldet (noch) "mager" - STG fettet weiter an (Leistungshoch)
- dann wieder, STG fettet an, Lambda meldet genug, - alles gut
- dann, STG geht auf mager, Lambda meldet (auch noch) "mager"
STG magert weiter ab: (Leistungstief)!

Das ganze ist in etwa zu vergleichen mit zwei Wellen die nur
eine unterschiedliche Länge haben.
Werden beide überlagert, entsteht eine neue Welle, die an einigen Stellen
so hoch ist wie beide zusammen und an anderen Stellen sich
gegenseitig aufheben ...

P.S.
Da die Regelgeschwindigkeit der Lambda begrenzt ist,
würde sie oberhalb nur noch Werte zum falschen Zeitpunkt liefern können
und wird daher vom STG ausgeblendet.
Der Verbrauch wird dann vom STG auch ohne Lambdawert
an Hand der abgeforderten Leistung berechnet
und sich nicht signifikant ändern.

Gruß Hans-Jürgen



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