Batterie

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#1
Hallo Leute,

nicht nur das meine Lichtmaschiene spinnt, ich habe offensichtlich auch noch ein Problem mit einem nicht identifizierten stillen Verbraucher, nach 5 Tagen stehen ist meine Batterie auf 10v runter! Gibt es vieleicht irgendwelche üblichen Verdächtigen? vieleicht das Ki oder eine defekte Innenraumbeleuchtung? Wie würdet Ihr vorgehen bei der Fehlersuche? wenn ich den Wagen einfach zu meiner Werstatt des Vertrauens stelle, sind die bestimmt erst mal 2 Stunden am messen und ich kriege ne saftige Rechnung oder?
Bin für alle Tip`s dankbar!


Gruß Rainer

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#2
Beginne die Suche mit einem Amperemeter, welches Du um das Kabel beim Pluspol in der Nähe der Batterie klemmst. Das zeigt Dir den momentanen Stromverbrauch auf. Dann gehts an den Sicherungskasten...
Nacheinander jede Sicherung ziehen und des Messgerät beobachten. Wo die "Leistung" abfällt da musst Du dann weiter suchen. Bei mir wars das Autoradio, dass Dauerstrom gefressen hat wie ein Bär... Ich habe dann einfach einen Schalter eingebaut, wo ich die Batterie total bahängen kann. Ich fahre meinen V8 recht selten, und da kann es vorkommen dass er durchaus mal ein paar Monate steht. Natürlich auch über den ganzen Winter.
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#3
Bakterie freilegen,
Minus abschrauben,
Amperemeter dazwischen klemmen,
selbigen im Auge behalten und nach und nach die Sicherungen ziehen,
wenn der Wert auf einmal einbricht haste den Stromkreis gefunden wo der Übeltäter dranhängt.

Wenn sich die Werte nicht verändern wenn alle Sichungen draussen sind hat die Lima oder der Anlasser nen schaden.

Wobei auch die Bakterie selbst was haben könnte.
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#4
Viele unterschätzen auch Alarmanlage und Co.!
Wie alt ist die Batterie? Flüssigkeitsstand und Säuregehalt i.O.?
War diese schonmal so weit runter, dass nichts mehr ging (Tiefentladung ist der absolute Batteriekiller).
Ansonsten sind die üblichen Verdächtigen: Laderegler an der LiMa, Anhängerdose (falls vorhanden), Radio, Innenraumbeleuchtung (Relais und/oder Türkontakte).
Wie schon meine Vorredner sagten: MINUS-Pol abklemmen, Amperemeter dazwischen, und dann Sicherung für Sicherung überprüfen.
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#5
Hallo,

stop, stop, wo soll ich denn nu messen, am plus oder minus-pool? wenn meine Lima einen Schuss hätte, würde die Batterie nicht geladen werden, aber das wird Sie auf jeden Fall, ich habe ein Voltmeter im System hängen, zeigt 13,5v bei laufendem Motor an!Wenn der Wagen aus ist, zeigt das Voltmeter 13,2v an(voll)! deswegen darf sich meine Batterie von alleine nicht von über 13v auf 10v innerhalb von 5 Tagen entladen, oder?
Bitte gebt mir nur Antworten wo Ihr euch auch ganz sicher auskennt, den Vermutungen habe ich selbst genug!
Tja, das ist wohl auch das alte Henne und Ei Problem, verursacht eine beschädigte Batterie Tiefentladung oder wurde Sie durch das fehlerhafte System tiefentladen? Die Batterie hat im vollem Zustand 13,2v ergo denke ich nicht das Sie kapput ist, vieleicht ein wenig beschädigt, aber Sie entläd sich bestimmt nicht von alleine um 3v, oder?
Das Radio kann ich übrigens ausschließen, das hat einen eigenen Stromschalter! Alarmanlage oder Funkentriegelung hab ich net!


Gruß Rainer
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#6
Die Lima kann Laden aber wenn die Diodenplatine hin ist,
wird die Bakterie drüber entladen, schon selbst am 200er gehabt.

Nimm den Minuspol, wenn die "luftige" verdrahtung auseinanderfällt aus welchem Grund auch immer,
gibts kein Kurzschluss.
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#7
Hallo Mario,

was meinst du mit "luftiger Verdrahtung" ?


Gruß Rainer
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#8
Wenn z.B Krokodilklemmen eingesetzt werden und diese abrutschen könnten.
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#9
ok, das sollte ich hinkriegen, danke für den Tip!


Gruß Rainer
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#10
Genau, IMMER über den Minuspol, denn nur so kann man auch "kriechende" Strömlinge mitmessen.
Ausserdem wird so die Elektronic im Fahrzeug geschützt, da Spannungsspitzen IN der Elektronic ausbleiben.

Was die 3V betrifft: Das kann durchaus sein, dass eine defekte Batterie bereits innerhalb weniger Stunden so weit herunter geht - deswegen die Frage, ob die Batterie bereits schonmal "tot" war! Nochmal: überprüfe auch den Flüssigkeitsstand der Batterie - wenn Du da bereits die Platten siehst, hat es sich bei den Strömen im V8 mit dieser bereits erledigt, da sie sich an der Flüssigkeitsoberfläche dann anfängt, abzusetzen - somit hast Du "freie Radikale" in der Flüssigkeit, also Ladungsträger, die nichts anderes machen als sich stets und ständig zwischen den Polplatten hin und her zu bewegen, was die Batterie in Rekorszeit entlädt!
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#11
Hallo Rainer,

ganz beliebte "Stromfresser" sind defekte Kombiinstrumente, ZV-Pumpen und "laienhaft" angeschlossene Zubehörradios.
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#12
Mir wird Angst und Bange um den V8 und um den Rainer auch, wenn ich das so lese.
-Amperemeter um den Pluspol anklemmen
- fliegende Verdrahtung, freie Radikale (oder autonome Linke?)
usw.
Wenn die Batterie nach 5 Tagen nur noch 10V hat dann fliesst da ständig ein Strom von ca. 0,75A, Also knapp 10W Leistungsverbrauch. Das könnte z.B. die Kofferraum- oder Handschuhfachbeleuchtung sein, die nicht ausgeht.
Eine andere Möglichkeit wäre die ZV oder die Fensterheber. Es kam schon öfters vor, dass die plötzlich für einige Zeit aktiv wurden und da fliessen dann bis zu 30A (Schwer zu finden da sporadisch)
Zum Messen: Zündung aus! Amperemeter auf den 2A Bereich einstellen, besser 10A falls er das hat. Minuspol der Batt. abklemmen und den A-Meter in Reihe zw. Pol und Kabel gut sitzend anklemmen. Am Batteriepol helfen da Schlauchklemmen. +/- am Messgerät ist egal. Nun sollte irgendwas zw. 0,5 und 1,0 angezeigt werden. Falls niedriger als 0,2 dann ist, zumindest momentan, alles ok.
Sind's ca. 0,7 dann Sicherungen ziehen und schauen wann's abfällt.
Falls gefunden dann nicht losbasteln sondern hier posten welche Sicherung. Viel Spass
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#13
Mein Batterien-Spezi misst IMMER am Pluspol via Induktion (so ein komisches Teil wo über das Kabel gestülpt) ohne das Kabel zu lösen.
So haben wir auch den Missetäter rausgefunden
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#14
Plus oder Minus ist egal. Der Strom der rausfliesst muss auch wieder zurück.
Aber mit solch einem Zangen oder Induktionsamperemeter misst er an den runden Pluskabeln ev. genauer als an dem Minus Drahtgeflecht.
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#15
Dass der Strom aus technischer Sicht von Minus nach Plus fliesst ist aber bekannt, oder?
Es ist eben NICHT egal, ob man am Pluspol oder Minuspol misst!
Jedes Anlegen des Pluspols produziert eine Spannungsspitze, welche durch die Physikalische (nicht technische) Flussrichtung ungehindert in die Elektronic wandert. Beim Anlegen der Masse stand jedoch die gesammte Anlage noch unter "Phase", sodass die großen Spitzen ausbleiben!
So einen Quatsch erzählen nur Strippenzieher und Kabelbongos, dass die Reihenfolge total egal ist!

PS: Das sind übrigens die Aussagen von Leuten, die auch mit einem 200Watt-Waffeleisen (Billiglötkolben) auf Platinen rumbraten!
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