Kolbenringe wechseln oder gebrauchter Rumpf?

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#1
So, nun bin ich von meiner 2200 km Testfahrt sprich Urlaub zurück. ;-) Motor (4,2l) hat prima gehalten. Vorher hatten wir noch die Ventilschafftdichtungen gewechselt Ölverbrauch jetzt ca. 4 - 5 Liter auf 1000km mit dem entsprechenden Rauch.

Dies geht sogar noch, wenn man die teilweisen, anspruchsvollen Strecken bedenkt. Besonders machte sich das Rauchen, bei Bergabfahrten wenn man mit Motorbremse fuhr und dann etwas Gas gab bemerkbar.

Jetzt möchte ich in Ruhe das Rauchproblem angehen und bin am überlegen:

Haltet Ihr bei DEM Ölverbrauch und DER Laufleistung von fast 400TKM einen Wechsel auf das Castrol Longlife 15W/40 noch für sinnvoll? Aktuell fahre ich bereits ein 15/W40.


Kolbenringe wechseln oder neuer Motorrumpf:
Das ist jetzt die Frage. Wenn neue Kolbenringe rein kommen, müssen ja alle gewechselt werden. (kaputt ist wohl nur der Ölabstreifring - Leistung hat der Wagen)
Gibt es wegen den Laufbahnen etwas zu beachten? Hat hier speziell jemand Erfahrungen?

Im Moment neige ich fast dazu, einen gebrauchten Motorrumpf zu nehmen und meine überholten Köpfe darauf zu setzen. Welchen Arbeits-/Kostenaufwand haltet Ihr für sinnvoller?

Grüße
Bernd
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#2
4,2-er mit Niklasilbeschichtung? Und verbraucht mehr als 2 Liter pro Tausend Kilometer? Hab nur nen 3,6-er. Aber ich denke mal, und das hab ich hier schon oft gelesen, Dein Motor bringt es eben auch nach dieser Ventilschaftrep. nicht mehr. Ob es sich noch lohnt. die Ringe zu wechseln???

Gruß

Manfred

Bearbeitet von Manfred

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#3
Ja, es ist ein 4,2 bj 10/91. Der Ölverbrauch ist schon seit 200TKM bei 1-3 L gewesen.
Blöd ist jetzt halt der Rauch. Aktuell verbraucht er eben trotz neuer Ventilschafftdichtungen 4-5 L.

>Ob es sich noch lohnt. die Ringe zu wechseln???

Wenn es keine Probleme wegen der Laufbahnen gäbe, ich selbst habe da leider noch keine Ahnung. Neu beschichten, Glätten? etc. lohnt sicher nicht da wir das nicht selbst machen können.

Grüße
Bernd

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#4
Da werden Dir wohl fast alle sagen, geht nicht. Motor ist hin. Man schlage mich, wenn ich jetzt lüge. Weil man diese Beschichtung wohl nicht reparieren kann.

Ich selbst suche einen 4,2-er zusätzlich und lese immer wieder die Probleme bei jüngeren 4,2-er. Ab einem bestimmten Baujahr soll es ja besser sein. Aber da fehlt mir noch die Kohle.

Gruß

Manfred

Bearbeitet von Manfred

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#5
Ne das mit der Beschichtung, Hohnen, Laufbahnen bearbeiten .. und was es da alles gibt, macht wohl keinen Sinn. Die Laufbahnen haben zumindest vor. 1 1/2 Jahren noch gut ausgesehen..?

Aber vielleicht reicht ja der Wechsel der Kolbenringe. Ich meine hier schön öfters gelesen zu haben, dass einige die Kolbenringe getauscht haben.. Bin noch auf weitere Antworten und Erfahrungen gespannt.

"Einfach mal so die Ringe wechseln“ und schauen, ob es besser wird muss nicht sein.

Grüße
Bernd
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#6
Hallo Bernd,

ich erzähle die immergleiche Erfahrung halt immer wieder - bei mir selbes Ergebnis wie bei dir, 340tkm 11/91er 4,2er nach Schaftdichtungswechsel gleichviel Ölverbrauch wie vorher. Auch in etwa in diesen Dimensionen, nicht ganz so schlimm vielleicht.

Nach allem, was ich in fünf Jahren gelesen habe, hat noch nie ein Kolbenringwechsel oder Schaftdichtungswechsel bei einem 4,2er der ersten Generation (sag ich jetzt mal frech dazu vor Ende 92) irgendeinen Sinn gehabt. Wenn die Kompression gestimmt hat, wohlgemerkt, wenn ein Kolbenringpaket hin ist, sieht sie Situation wahrscheinlich anders aus. Aber in aller Regel ist der Block fertig - weil die Zylinderwände ausgewaschen sind.

Frank (Konno) meinte einmal, dass vor allem verkohlte Ventilsitze am hohen Ölverlust schuld sind, nicht die Zylinderwände. Kann das jemand bestätigen? Bei dir wird es das nicht sein, nachdem ja deine Köpfe schon überholt sind.

Mein Tip wäre - ohne es je selbst gemacht zu haben - einen jüngeren Block zu nehmen und deine neuen Köpfe draufzusetzen. Ich glaube, dass dir das mehr bringen wird und das dürfte auch die Forumserfahrung sein. Soweit ich weiß, gibt es ja auch gar keine größeren Ringpakete für den 4,2er...

lG

Bastian
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#7
die kolbenringe sind doch superteuer...

bei 60€(X8 zylinder) lohnt sich das nicht...

hol dir nen gebrauchten motor für 700€ dann passt das!

greetz chris
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#8
HI,

von größeren Ringen hab ich auch nichts gehört und schon öfter gelesen das es keine gibt....

das Problem mit der wahrscheinlich nicht zu reparierenden Mist beschichtung noch gar nicht zu denken....

vermutlich selbst wenn man von irgendwo ringe bekommt... keine ahnung.... werden vermutlich die kolbenwände nach ein paar 1000send km wieder nach größeren Ringen schreiben...

?!
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#9
Hallo Bastian,

danke für Deine Nachricht. Ich habe bisher auch im gesamten Forum keinen Hinweis finden können, wo die Reparatur der Kolbenringe bei einem der ersten 4,2 etwas brachte. Bis ca. 300 tkm war er relativ rauchfrei, schlimmer ist es erst seit ca. 370 tkm.

Ich werde jetzt noch die Kompression messen und mich dann wohl oder übel nach einem 93 oder 10/11../92 Block umsehen. Ich hätte die Reparatur echt gerne gemacht, aber es scheint sinnlos.

Was mich immer noch ein wenig wundert.. Vorgestern gefahren Bundesstraße: kein Rauch beim Anlassen und auch wenig Rauch bei der Fahrt. Gestern mal angelassen und schon beim Anlassen eine ordentliche Wolke. Heute wieder kein großer Rauch beim Anlassen.
Zündung: mh ist ja alles elektronisch u. im Fehlerspeicher steht auch nichts.

Grüße nach Österreich
(Bin gemäßigt durchgefahren, mit möglichst wenig Rauch, nur der Katschberg war etwas anstrengend)
Bernd
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#10
Die Laufbahnen auf dem angehängten Bild sehen nicht besonders gut aus. Ich sehe relativ tiefe Riefen. Bevor Du über einen Kolbenringwechsel nachdenkst miss erstmal die Kompression des Motors, wenn diese überall noch recht hoch ist (>10) wirst Du damit auch nicht viel erreichen. Über einen defekten Ventilstitz kommt übrigens keinerlei Öl in den Motor, der führt nur zu Undichtigkeit (Kompressionsverlust) und auf Dauer wird dann ein Ventil durchbrennen, weil es nicht mehr genügend Wärme an den Kopf abgeben kann. Verschlissene Ventilführungen können allerdings trotz neuer Ventilschaftdichtungen zu erhöhtem Ölverbrauch führen. Die Köpfe des V8 zu überholen ist auch überhaupt kein Problem. Auch wenn hier wenige meiner Meinung sein werden, so ist ein 15W40 Öl für einen hochdrehenden und relativ leistungsstarken Motor fehl am Platz. Bei Öltemperaturen bis zu 300°C im Bereich der Kolbenringnuten verkokt das thermisch nicht stabile, auf mineralischer Basis hergestellte, Öl und sorgt dafür, dass der Motor nicht ordentlich läuft. Ob ein Wechsel auf einen anderen Schmierstoff das Problem noch beheben kannst ist allerdings leider nicht absehbar, jedenfalls ist es günstiger als jede andere Reperatur, deren Erfolgsaussicht auch nicht absehbar ist. Mein Tipp wäre Mobil1 5W50 mit vorheriger Ölspülung sowie 2 Dosen Wynns Dichtungspflegemittel.
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#11
Hallo,

das wäre sicher noch einen Versuch wert. Wie und mit was empfiehlt sich den die Ölspülung?

>Verschlissene Ventilführungen können allerdings trotz neuer Ventilschaftdichtungen zu erhöhtem Ölverbrauch führen.

Ventilführungen? Die Ventile sind bereits getauscht.

Grüße
Bernd
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#12
na.. er schreibt VentilFÜHRUNG... das sind die Dingends in welche die Ventile geschoben werden, Messing oder Bronce? irgend sowas...
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#13
Ja, die sind aus Messing und werden mit 6/100 Übermass im Kopf verpresst. Die können nach der Laufleistung auch mal verschlissen sein. Miss als erstes mal die Kompression und dann kann man immer noch weiter schauen. Köpfe überholen ist sicher das einfachste, wenn etwas gemacht werden muss, noch schöner natürlich, wenn es bereits mit einem anderen Schmierstoff klappen würde.

Achso als Ölspülung 2 Dosen Motor Clean von Liqui Moly nehmen. Beim V8 ist das aber immer so eine Sache, da bleibt auch viel Öl im Kühler. Ich habe für solche Zwecke immer Öl aus Prüfstandsmotoren, das nur ein paar Stunden gelaufen ist. Dann mache ich die Ölspülung fülle das bereits gebrauchte Öl ein, lass den Motor damit ein bißchen laufen und drehe eine vorsichtige Runde um den Block und dann kommt frisches Öl rein. Damit ist die Konzentration der sehr aggresiven Detergentien im Motor Clean wieder auf einem niedrigen Niveau und der Verschleißschutz auf jeden Fall gewährleistet.

Bearbeitet von Christoph

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#14
Hallo,

also meine Erfahrung war - bei egal welchem Additiv und welcher Ölviskosität - absolut negativ. Eine Ausnahme war das 20W50, das ich zuletzt reingeschüttet hab - aber das sollte man einem solchen Motor wohl eher doch nicht langfristig antun...

Bei fünf Liter auf Tausend Kilometer Ölverbrauch - was V8 hin oder her horrend ist - liegt es meiner Meinung nach nicht an Ablagerungen. Ich weiß nicht, was der Versuch kostet, wenn es günstig ist, warum nicht, aber ich sehe da eine Reperatur als unausweichlich an.

Dennoch viel Glück

Bastian
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