Welches Öl für den V8

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#16
Klar das der Ölverbrauch durch die niedrigere Viskosität sinkt aber man sollte sich das Ganze mal ansehen .Zu niederige Viskosität erzeugt einen deutlich höheren Öldruck . Das Schleuderverhalten , die Schmiereigenschaften und das Ölnebelverhalten verändert sich bei Vikositätsunterschieden .
Viele denken immer das ein sehr hohen Öldruck allgemein gut für den Motor ist . Das ist ausgemachter Quatsch , denn ein zuhoher Öldruck , der durch falsches Öl entsteht kann dem Motor sogar schaden . Ein zu hoher Öldruck belastet den Motor , da ein höheres Kraftmoment entsteht wenn die Durchflussmenge begrenzt wird . Zusätzlich ändert sich das Spülverhalten durch diesen Umstand und nicht selten geht dabei auch mal ne Ölpumpe drauf oder es haut (wie bei den Opel Astra Dieseln und Lupos ) die Blindstopfen raus .Nicht jeder Motor verfügt über ein Öldruckregelventil der diesen Umstand egalisieren kann .
Weiterhin altert ein Motoröl unter solchen Bedingungen viel stärker zumal bei einigen mineralisch-legierten Mehrbereichsölen durch den Druckunterschied die Molekülketten abgeschert werden können , was dieses schneller altern und verschleissen lässt .
Das Schlammtragevermögen , Lösevermögen, Verdampfungsverluste und Entschäumer sind bei jedem Öl einer Viskosität eingestellt , das heisst das diese Additive auch für einen festgelegten Temperaturbereich zugesprochen sind .Ändern man also diesen Bereich , dann kanns kritisch werden .Das weisst du ja selbst als Datening...
Je niedriger die Viskosität bei Hitze ist umso leichter läuft der Motor,jedoch wenn die Viskosität höher ist , ist natürlich der Schmierfilm auch höher belastbar .
In allen Anforderungen muss also ein kompromiss gesucht werden , der den Anforderungen genüge tut und da wir keine Dauerläufermotoren , Standmotoren oder Linearläufer betreiben wird da eigentlich ein Mehrbereichsöl benötigt . Wenn man das auf die hiesigen Gefilde (mitteleuropäisch) zuteilt , dann ist man mit einem 10 W 40 und 15 W 40 vollends bedient .Natürlich müsste man da mit einem Motorenentwickler des V8 sprechen , um genauestens die Bedingungen und Entwicklungsgrundlagen des Agregates zu verstehen , auf die das Öl ausgewählt wurde denn die Reibungsenergie ist ja eine bedeutende Grösse welche konstruktiv deutliche beachtung erfährt. Ich denke das du selbst da schon messungen und Testprogramme machen durftest . Denn alle diese daten werden ja eh aufgezeichnet um das gesamtsystem des motors zu analysieren .
Sicherlich fahren wir keine Rennagregate ...

Im Übrigen ist festzuhalten das ein 20w50 Öl mindestens ein teisynthetisches meisst aber ein Vollsyntheteisches Öl darstellt und diese sind beileibe nicht billig..daher meine Formulierung .Ausserdem kenne ich selbst kein Autohaus , welches ein 20w50 als Standartöl zum Service verwendet .In den meissten V8 Serviceheften die ich in meinen Händen hielt waren 10-15w Öle vermerkt , die also auch als Richtlinie (interne) des Herstellers zu verstehen waren .

Ich selbst habe auch noch nie eine Öltemperatur von 130 °C bei 90-95 °wassertemperatur erreicht . 408 km in 2h13 min mit einmal tanken dazwischen...konstant 110 °C ...ABH . Meinem Schalter noch nie über 110°C selbst im Hochsommer.Gut das System könnte mehr...is mir klar.

Abschliessend darf noch erwähnt sein , das eine falsche Viskosität (zu hoch oder zu niedrig) auch Störungen im Motor selbst verursachen kann ...
Hydrostössel , Öldruckspanner(Steuerkettenspanner),Ölrückhalteventile ,
Schmierungsverluste bei "panschenden" Kurbelwellen , verminderte Spülwirkung durch zu träge Viskosität , Ölfilterschäden...usw.

Trotzdem ist eine Öldebatte wohl immer fast eine halbe Doktorarbeit. deshalb schüttel deinen Kopf nicht zu viel...
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#17
In Antwort auf:

Bei Mr. Wash gibt's den Ölwechsel incl. Filter mit Shell Helix 10W40 für 30€, da fahr ich doch nicht in den Baumarkt oder lege mich auch noch unters Auto.




Dafür würd´ ichs auch nicht mehr machen. Alleine der Filter ist ja bei VAG schon teurer!!
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#18
...natürlich lassen sich beliebig Zustände definieren, bei denen alles irgendwie Schaden nimmt, aber hier gehts um handelsübliche Öle und um einen Brot-und-Butter-Motor.

Und ich geh mal davon aus, in einen gesunden V8-Motor kann man so ziemlich alles reinkippen, was es im normalen Handel so gibt, mir geht es nicht um Schaden oder nicht, sondern sinnvoll oder nicht und objektiv um den Ölverbrauch.

Kein Parameter im normalen Betriebsbereich, und dazu zählt auch Dauervollgas, erfordert besondere Eigenschaften des Öls, deshalb ist es verschwendet Geld, da was teures synthetisches reinzutun. Der Effekt ist allenfalls psychologisch "...ich tu meinem Motor nur das Beste an...", und technisch sinnlos.

Niemand käme auf den Gedanken, ein Medikament einzunehmen, gegen eine Krankheit, die er nicht hat. Beim Auto jedoch ist das an der Tagesordnung.

Ich hatte auch mal ein Triebwerk, das mehr Öl brauchte, als ich für angemessen hielt, und was immer ich probierte, es änderte sich nichts wirklich. Am Ende gab es ein Neues und gut.


...nur max 110° Öl bei Vollgas? , erscheint mir sehr wenig, denn schon die Kurbelwelle erreicht über 6000min-1 leicht 250° , ich erinnere, das ohne Motorabdeckung die Öltemperaturen auch niedriger waren, das kann aber nicht im Sinne des Erfinders sein, denn wenn die Ölwanne angeblasen wird, gerät der gewollte Wärmehaushalt durcheinander, und es entstehen ungewollte und schädliche Spannungen im Motorblock, weil er nicht mehr homogen durchgewärmt ist.
Wichtig und gesund ist, wenn die Öltemperatur fast analog zur Motorbelastung steigt und fällt, der Endwert ist da zunächst sekundär. Wenn ich anhaltend über 6000min-1 unterwegs bin und es draussen über 20° warm ist, geht die Öltemperatur langsam bis 130°,und steigt auch am Drehzahlbegrenzer nicht weiter an, was bedeutet, das die Kühlanlage mit der gelieferten Wärmemenge nicht überfordert ist, sobald ich langsamer werde, fällt sie wieder auf knapp 100°, wohlgemerkt, an einer relativ kühlen Stelle des Motors, das heisst, im internen Kreislauf liegt die Öltemperatur wesentlich höher.

Ich fuhr mal ne Weile mit defektem Thermostat rum, da war das komplette Triebwerk so warm, das der Lack an den Längsträgern sich verfärbte, selbst die Ventildeckel erreichten über 110°, und auch das überstand der Motor klaglos.

Man kann über den V8 sagen was man will, anspruchslos und thermisch kerngesund ist er mal auf jeden Fall, und die Brennerei auf der Autobahn tut ihm gut, meinem jetzt seit über problemlosen 466000km, mit billigstem Baumarktöl ( auch 20W50 mineralisch gibts da ), und vor allem ohne jede übertriebene Wartung, auch nicht am Getriebe ( !! )......

Ach ja, ich wechsle die Kerzen mit dem Zahnriemen, alle 120000km, auch denen tut die Brennerei gut.....


durchhalten

Roland

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