Hallo Audigemeinde!

Hier mal nach einiger Zeit eine Berichterstattung aus der "Blinker-Küche".

Ich bin Heinz aus Berlin, der zusammen mit Oliver das Projekt "WEISSE
BLINKER für den V8" aus der Versenkung geholt hat.

Für alle Ungeduldigen... es geht voran... wenn auch mit kleinen Schritten.

Es stellen bzw. stellten sich folgende Problematiken, die es galt aus der
Welt zu schaffen um das Projekt aus der Wunschvorstellung in die
Realität zu überführen.

Eine Herstellung im industriellen Rahmen, also in Original-Werkstoffen
(Polycarbonat für das Glas sowie ABS für das Rückteil) und den daraus
resultierenden Spritzgusswerkzeugen ist nicht machbar.

Zwar sind diese Werkstoffe sehr günstig, doch die nötigen Werkzeuge
sehr aufwendig und teuer (im 5stelligen Euro Bereich) ergo erst
machbar wenn mehrere tausend Einheiten produziert werden sollen.

Es gibt aber eben noch weitere Möglichkeiten... eine, die für uns in
Frage und schließlich auch zur Anwendung kommt, stammt aus dem Rapid
Prototyping.

Dabei wird von einem Prototypen (bei uns die Originalteile) eine Form
in Silikon angefertigt.

In unserem Fall eine Form für das Glas, eine weitere für die seitliche
kleine Abdeckung sowie eine für das Rückteil (die sehr aufwendig
dreiteilig ausgeführt sein muß). Das Ganze dann nochmal für die andere
Seite, weil ihr ja rechts und links unterschiedliche Blinker haben
wollt *g*

Dabei gehen gut 15 bis 18 kg Silikon drauf welches gut gekauft ca 35 -
40 EURO je kg kostet und jeweils nur ca 20 -25 Güssen standhält.

Gegossen wird dann mit sogenannten PUR-Gießharzen .

Klingt gut.. hat es aber in sich .

Diese Harze sind zwar dank moderner Chemie in der Lage, so ziemlich alle
Industrie Kunststoffe dank verschiedener Zusätze mit ihren speziellen
Eigenschaften zu imitieren...aber.. es gibt nur wenige aufwendig
produzierte Spezialversionen die gleichzeitig glasklar, frei einfärbbar
und dabei fest genug und hitzestabil sowie UVstabil sind daß sie für unsere
Blinkergläser in Frage kommen können.

Das erste Handmuster, welches nach diesem Verfahren hergestellt wurde hat
leider den Nachteil das es eben nicht Wärmefest genug ist.An der
Oberfläche bei direkter Sonneneinstrahlung in unseren Breiten werden
durchaus 80°C erreicht.

Werkstoffe die diese Eigenschaften haben, werden von nur drei vier
Anbietern weltweit erzeugt und die kosten dann mal eben 80-120EURO je
Kg!!!!!

Jetzt wird einigen evtl. klar, warum vorherige Bemühungen in dieser Sache
im Sande verlaufen sind.

Wenn man nun diese Werte nimmt, eine entsprechende Firma beauftragt, kostet
ein einziges Glas ohne das Rückteil leicht 50 - 80 Euro NETTO. alles
ohne Formkosten. Dafür muss dann natürlich der originale Blinker
aufgesägt werden und entsprechend das Neuteil verklebt werden.

Das Nachfertigen des Rückteils sprengt dann jegliche Kalkulation.

DAS Können und wollen wohl nur die allerwenigsten dafür ausgeben.

Nun ist es aber so, daß sowohl bei Oliver, als auch bei mir selbst der
Ehrgeiz groß genug ist, uns davon nicht einschüchtern zu lassen.

Immerhin sind bereits knapp 500 Euro und nicht gezählte Stunden der
Freizeit in dieses Projekt geflossen, Olli war extra nach Berlin
geflogen... ganz nebenbei müssen wir alle auch unser Essen verdienen usw.

Wir haben nun endlich eine Firma gefunden, die uns das Material speziell
anmischt und das zu vertretbaren Preisen.

Erste Proben sind bereits eingetroffen... ich hoffe, wir können euch bald
weitere Ergebnisse vorzeigen.

So das war ne Menge Text... ich hoffe Ihr habt Verständnis dafür, wenn
nun nicht nach "zwei Tagen" alles fertig ist.

Für Fragen und Antworten stehen sowohl Olli als auch ich selbst per mail
gern zur Verfügung

bis dann mfg heinz