einer österreichischen NG hab ich folgenden Beitrag entnommen, und ich muss sagen, er fasziniert mich in gewisser Weise:
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Seit einiger Zeit beschäftigt mich ein alter Peugeot 106 Benziner einer Bekannten. Das Ding hat eine Zentraleinspritzung (fälschlich auch elektronischer Vergaser genannt).
Die Symptomatik:Der Leerlauf bleibt nach der Warmlaufphase auf einem erhöhten Drehzahlniveau hängen.
Abhilfe:Man muß die diversen Stecker an der single point Einspritzung abziehen, sie vom Motoröl trockenlegen wieder zusammenstecken . Die Batterie für 30s Abklemmen um den Fehlercode zu löschen, worauf die Leerlaufdrehzahl brav auf den Sollwert absinkt, Dieser Zustand hält 1-2Wochen an, dann schwimmt das Ding wieder in Öl und die troubles fangen von vorne wieder an. Der Peugeothändler hat mir einen Leerlaufregler für ATS 2000 in die Hand gedrückt mit der Bemerkung "der is es" und ich hab das Ding etwas ungläubig eingebaut, worauf nach 2 Wochen wieder alles beim Alten war. Aus meiner Sicht lag die Schuld beim Öl , das über die Motorentlüftungsrückführung zum Einspritzteil gelangte und dort alles versaute.Der Motor hatte 140tkm drauf wurde aber vorwiegend im Kurzstreckenbetrieb bewegt, sodass ein gewisser Ölverbrauch durchaus im Bereich des zu Erwartenden lag.
Vorigen Herbst habe ich die Kopfdichtung wechseln müssen, und hab gleich ein Ventilservice dazu gemacht. Im Rahmen dessen habe ich die Ventilschaftdichtungen getauscht (die alten waren schon total versprödet), in der Hoffnung damit das Öl in der Entlüftungsrückführung wegzukriegen. Die Inspektion der Zylinderbohrungen zeigte keine Auffälligkeiten Das Kopfservice war ein voller Erfolg , der Motor ging so gut wie noch nie, die Verölung blieb mir aber erhalten und damit auch das Leerlaufproblem.
Nach dem mich die Bekannte ein halbes Jahr lang mit deer Drehzahlerhöhung verfolgt hatte , entschloß ich mich zu einem letzten Heilungsversuch von dessen Showeffekt ich mir sehr viel versprach (Keine wirkliche Behebung, sondern eher das Argument , das war die allerletzte Möglichkeit , wenn jetzt nicht geholfen hat, dann liegt es an den Kolbenringen und deren Tausch lohnt sich nicht mehr.)
Ich hab schon mal hier berichtet , daß Wasser welches man der Verbrennung beifügt einen sehr reinigenden Effekt auf die Brennräume ausübt. Es ist dies auf einen sehr einfachen chemische Reaktion zurückzuführen , die sich bei den hohen Temperaturen im Brennraum zwischen der Ölkohle und dem Wasser abspielt. In US newsgroups ist das eine sehr gängige Empfehlung den Luftfilter abzunehmen und ein Glas Wasser bei laufendem Motor in den Vergaser zu kippen. Selbst von Ölkohle einzementierte Kolbenringe sollen nach dieser Kur ihre jugendliche Spannkraft zurückgewonnen haben. Als Zeichen der erfolgreichen Kur soll innerhalb von 5 Minuten eine Rußwolke den Auspuff verlassen.
Diese relativ brutale US- Kur des des Ertränkens des Motors mit einem Glas Wasser, habe ich in ein typisch europäisches hi tec Verfahren übergeführt und verwendete eine Sprühflasche mit der ich nach und nach einen halben Liter in den bei 3000U/min laufenden Motor eingespritzt habe. Der Effekt war gleich Null, nicht einmal ein Schnupfen der Maschine war zu registrieren und auch die heiß ersehnte Rußwolke blieb völlig aus. Na ja was kann man auch schon von solchen Ami-Hirngespinsten erwarten.
Im Bewußtsein mein Möglichstes getan zu haben und in der festen Überzeugung gar nichts damit bewirkt zu haben, entlließ ich meine Bekannte mit allen Tröstungen in eine Welt erhöhter Leerlaufdrehzahlen.
Das ist nun 3 Monate her und die Einspritzanlage ist noch immer völlig trocken und ölfrei. Der Leerlauf senkt sich so brav auf die vorgesehene Drehzahl ab , daß es schwer fällt zu glauben , daß es jemals anders gewesen sein könnte. In tiefer Zerknirschtheit leiste ich meinen US Freunden Abbitte , daß ich auch nur einen einzigen Augenblick an ihrer Empfehlung habe zweifeln.
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Diesen netten Trick haben nun inzwischen einige aus besagter NG ausprobiert, bei diversen Motoren. Ergebnisse liegen mir zwar keine vor, laufen tut die Maschine aber noch völlig einwandrei, und wenn die Amis mit ihren zahlreichen V8 da wirklich solche Erfolge haben, so wäre dies doch eine Überlegung wert, oder nicht ?
Hi Bastian, nichts gegen die "Erfahrungen" ;-) der NS. ich halte die Wasser reinigt den Verbrennungsraum/Kolbenringe Aussage für argen Schmarrn eher sogar für gefährlich falls jemand wirklich Wasserglasweise reinkippt kommt höchstens ein krummes Pleuel bei raus :confused: Wenn Wasser irgendetwas positives im Brennraum bewirken würde wüßten wir das schon seit hundert Jahren oder glaubst Du da muss erst ein Ami oder so draufkommen obwohl wir die Autos erfunden haben ??? :grin: Grüße Werner
ich weiß ja, warum ich vorher nachfrage, bevor ich eine Dummheit begehe ... bei dem da hat's auf alle Fälle geholfen, was ja an sich nichts aussagen muss.
Wenn wir schon beim Thema sind: Welche Möglichkeiten gibt's tatsächlich, die Dichtungen geschmeidiger zu machen, Kolbenringe z.B. ? Abgesehen von den allerorts erhältlichen Dichtsätzen ?
Was hast Du denn vor, wenn ich mal frag darf? Das ist doch keine Luftpumpe!
Ich auf jeden Fall würde von solchen Spezialbehandlungen Abstand nehmen. Klingt mir alles zu sehr nach Voodoozauber. Der Motor ist und bleibt so, wie die Jungs ihn von Audi damals gebaut haben. Da kannst Du höchstens die regelmäßigen Überholugen vornehmen. Aber an irgendwelchen Konstruktionmacken wirste nix ändern können. Das Ding wird immer unrund laufen und Öl fressen.
naja ich glaube wen man an unserem motor die ansaugbrücke ändern würde,und etwas bessere kat`s , plus diverse kleine steuereinflüsse ändern,würde dieser motor sehr sehr gut lauffen!*G*
Der V8 ist halt Stand der Technik Mitte/Ende Achtziger Jahre. Und zwar nicht das allerneueste, sondern das, was für eine Serienproduktion eines Fahrzeugs zur Verfügung stand. Allein bei der Steuerelektronik haben sich Welten getan.
Oder würde heute noch jemand eine Software benutzen, die 1989 das letzte mal geändert wurde? Man kann ja ne Menge machen an den Kisten, was Instandhaltung betrifft, aber nen Softwareupdate gibts bei Audi meines Wissens nicht
Also laßt uns die Dinger so erhalten, wie sie sind und das was drinne ist so gut wie möglich verstehen. Ich glaube, DAS ist schon mehr als genug für so ein Hobby wie den V8.
na das ist nicht nur die software,den so würde ja nach einem chiptuning etwas besser lauffen!?was ist den mechanisch/elektrônisch alles anders beim 4.2er?
Hallo Bastian. Mit Wasser hab´ ich es nicht probiert, aber mit Bremsflüssigkeit bekommst Du recht schnell die Ölkohleablagerungen bei einem Vergasermotor aus dem Brennräumen und den Ventilsitzen rausgewaschen. Geht ähnlich wie bei Deinem US-Beitrag - erhöhte Drehzahl, und nach und nach ein gutes Glas voll Bremsflüssigkeit in den Vergaser kippen. Raucht wie die Sau, hilft aber enorm gegen die alten Ablagerungen. Das Ventilspiel musste damals danach noch eingestellt werden, war merklich größer geworden. Aber wer hat heute schon noch einen Vergaser am Motor drauf? Gruß Manfred.
V8 fahren ist wie älter werden - gelegentliche Inkontinenz
Jo --das habe ich auch schon ein paarmal bei uns in der Fa. gemacht.
Beim ersten Mal wußte ich es nicht das es soooo qualmt und stinkt und habe es irrtürmlicherweise in der Werkstatt gemacht---die Flüche meiner Kollegen höre ich heute noch.
gar nichts hab ich vor, er läuft eh wie ein 1er und der Ölverbrauch ist für einen 4,2er mit 240tkm regelrecht top (<=1 Liter), zumindest nach meinen bisherigen Erfahrungen. Aber man kann ja nie wissen, was alles mit wenig Aufwand möglich ist. Daher die dumme Fragerei.