Hi,

ich versuch's mal kurz und bündig:

Wenn beide Klopfsensoren dahingehend ausfallen, dass sie nie mehr eine klopfende Verbrennung melden, aber rein vom Widerstand her in Ordnung sind, ist das auf Dauer der sichere Tod der Maschine - insbesondere dann, wenn die Lambda auch noch im Eimer ist.

Da die ganze Motronic ja stark davon abhängt, dass diese Sensoren richtig funktionieren, gehe ich davon aus, dass es eine "logische" Sicherheitsfunktion gibt, welche den Motor in den Notlauf zwingt.

Es muss lt. Kennlinien einfach Einspritzmengen zu Luftmengen zu Zündwinkel Verhältnisse geben, welche zu klopfender Verbrennung führen _müssen_. An den optimalen Punkt (der Punkt, an dem der Motor gerade noch nicht klopft) tastet sich die Motronic ja immer schrittweise heran. Wenn der eben nie kommt, dafür aber der besagte Punkt X, an welchem in jedem Fall eine klopfende Verbrennung stattfinden MUSS - ja was macht die Motronic dann?

Hätte ich das Teil entwickeln müssen, so hätte ich spätestens an dem Punkt die Annahme getroffen, dass beide Sensoren im Eimer sind und hätte daraufhin die Motronic in den Notlauf geschickt.

Gehen wir einmal davon aus, so kommt jetzt die Gretchenfrage: Wie verhält sich die Motronic bei modernem, sehr klopffestem Sprit? Bspw. 100 Oktan und mehr? Kann es da nicht bis zu diesem Punkt kommen, wodurch dann der sauteure Sprit auf einmal dazu führt, dass die Maschine mehr braucht und schlechter läuft?

Ich hatte nämlich ganz genau dieses Problem immer mit dem V-Power 100 und mehr Oktan Sprit von Shell. Wenn der drin war, hatte ich Startprobleme und auch sonst lief das Ding einfach mies. 98er rein und er ging optimal.

Was meint ihr, inbesondere die Herren Von und Zu Motorenbauer hier herinnen - hat sich darüber schon einmal jemand den Kopf zerbrochen?

lG

Bastian