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Hallo Sebastian, In Antwort auf:
Die alte Dämpfung scheint so etwas wie kunstharzgetränkte Pappe zu sein. Die neue ist eindeutig billigstes PU bzw. PVC oder Polystyrol.
Vielleicht kannst du das mit deinen Erfahrungen ein wenig erläutern?
Die schiefe Luftführung ist echt der Oberknaller ... den Kaschberlkopf würde ich gerne mal kennenlernen.
Wer stellt denn die Dinger eigentlich her?? Zuliferer bekannt?
Das Material des Originals aus dem Jahr 1992 und des Ersatzteils aus dem Jahr 2007 scheint gleich zu sein. Schau mal in der Anlage, da sind beide Geräuschdämpfungen ausschnittsweise zu sehen. Auf dem Ersatzteil ist ein Prägestempel „95“ für Produktionsjahr 1995 zu erkennen. Das lässt vermuten , dass die Einzelteile der Geräuschdämpfung nach Auftragslage zugeschnitten und dann zusammengeschustert werden.
Es ist eine Art Kunststoffpappe. Die kann Wasser aufnehmen an den Rändern, wo sie zugeschnitten wurde aber auch an Stellen, wo Knicke und Risse die glatte Oberfläche verletzen.
Vorne die breiten Zungen, die hinter die Abkantung des Frontspoilers gehören, werden von den Mechs bei der Montage gerne abgeknickt, um sie noch hinter die Abkantung zu zwingen, wenn schon einige Schrauben eingesetzt wurden. Genau wie bei Pappe ist durch den Knick allerdings die Steifigkeit nicht mehr gegeben und die Zungen tragen dann nicht mehr zum festen Sitz der Geräuschdämpfung bei. Vermutlich auch ein Grund dafür, dass einige V8 bei hohen Geschwindigkeiten die Geräuschdämpfung abwerfen wie hier im Thread beschrieben wird.
Als ich meinen V8 1995 kaufte, da schaute die Zunge (unter Nebelscheinwerfer Fahrerseite) vorwitzig unter dem Spoiler hervor, was ich beanstandete und der Mech hat es richten müssen. Wie ich dann viel später erkennen musste, hat er es mit der „Knickmethode“ gelöst, weil er vermutlich zu faul war oder aus Zeitmangel, die notwendigen Schrauben zu lösen. Die zahlreichen Knicke sind gut auf dem Bild zu erkennen. Hätte ich das mit den Knicken geahnt, hätte ich wohl nichts beanstandet. Nach und nach ist mein Vertrauen in die Werkstätten und Mechs in den 13 Jahren V8 Besitz immer kleiner geworden. Den V8 kann man zu überschaubaren Kosten nur am Laufen halten, wenn man die ganze Technik begriffen hat und immer dabei steht.
Hydrauliköl und Motoröl können im Gegensatz zu Wasser auch durch die glatte Oberfläche in das Material der Geräuschdämpfung eindringen. Dadurch wird sie natürlich schwerer und verliert auch an Steifigkeit. Beides begünstigt das Abwerfen bei hohen Geschwindigkeiten. Obwohl ich die Geräuschdämpfung von 1992 mehrmals mit dem Hochdruckreiniger behandelt habe, sind die Ölflecken noch sichtbar und vermutlich noch Restöl im Material.
Nach meiner Beobachtung sind die Ersatzteile aus 2007 nicht aus billigstem PU bzw. PVC oder Polystyrol sondern aus dem gleichen Material wie zur Bauzeit des V8. Das in 2007 zuerst erhaltene Ersatzteil hatte ich ja zurückgehen lassen wegen mangelnder Maßhaltigkeit usw., nach ca. 2 Wochen bekam ich dann ein besseres Ersatzteil. Es ist auch aus dem gleichen Material wie das Original.
Wer das Teil herstellt, VAG oder Zulieferer, habe keine Ahnung.
Bevor meine neue Geräuschdämpfung wieder angebaut wird, sollen die Schnittflächen entgratet werden und dann wird alles lackiert, möglichst mit einem öldichten Lack.
Gruss Georg H.
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