kommt heute auf gar keinen Fall mehr zu Einsatz, es sei denn man hat seinen Kat ausgeräumt, ansonsten kann man das nach so einer Kur gleich machen.
Die Bremsflüssigkeit hat damals in erster Linie die Kolbenböden gereinigt, Kohle an den Ventilsitzen ließ sich so nur unvollständig ablösen.
Je mehr Öl dein Motor braucht, um so größer sind natürlich auch die Ablagerungen an den Ventilen, das ist die traurige Wahrheit. Allerdings braucht jeder Motor Öl auch wenn man es am Peilstab nicht sieht, weil die Verluste durch Kondensate wieder aufgefüllt werden. Ein typisches Beispiel: Ein Auto wird viel Kurzstrecke gefahren und der Besitzer freut sich, dass er keinen Ölverbrauch messen kann.
Dann fährt er in den Urlaub und tritt richtig auf das Gaspedal. Plötzlich fehlt nach 500Km ein Liter Öl- was passierte? Die Kondensate aus unverbranntem Kraftstoff und Wasser, die das Öl verdünnt haben, konnten während längerer Fahrt bei Betriebstemperatur verdunsten und verbrennen und plötzlich fehlt eine erhebliche Menge Schmierstoff. Ein ganz bekanntes "Phänomen".

Alles lagert sich im Brennraum ab, unverbrannte Ölbestandteile, deren Additive, Wasser (das als Bestandteil mit der Luft angesaugt wird), Kraftstoffrückstände. Das ganze bildet ein ziemlich gemeine Pampe, hartnäckig und auf Dauer jedes Motors Tod.

Wenn man wirklich nur Kurzstrecke fährt, ist das die größte Qual, die man einem Motor antun kann. Die Hersteller sprechen bei Betrieb im Stadtverkehr von erschwerten Bedingungen mit kürzeren Ölwechselintervallen. Ein Auto, das ständig auf der BAB unterwegs ist, wird in der Regel ein erheblich längeres Motorleben haben.


Beste Grüße
Tim