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Registriert seit: Nov 2001
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Das leidige Thema der Probleme mit sterbenden Bose-Endstufen hat eine
entscheidende Wendung bekommen. In den vergangenen Tagen ist es mir
gelungen mehrere Endstufen zum Leben zu erwecken, und zwar ohne dass
ich die Bose-IC´s wechseln musste !!!
Bei den bisherigen Versuchen eine schon "flatternde" Bose-Endstufe zu reparieren hatte ich mich darauf beschränkt lediglich alle Elkos auf der Platine zu wechseln.
Diese Maßnahme hat den Erfolg, dass die Endstufen nicht mehr flattern aber in ihrer Vertsärkung viel zu gering sind. Da der Klang ansonsten aber tadellos war habe ich von einem Austausch der Transistoren abgesehen - bis vor einigen Tagen. Durch Zufall ist mir abends im Keller eine defekte Endstufe in die Hände gefallen und da kam mir der Gedanke doch einfach mal die Endstufentransistoren zu wechseln. Also habe ich kurzerhand bei Reichelt eine Tüte voll Elkos und MOSFETs bestellt. Dann noch warten bis die Teile kommen und vorgestern war es
dann soweit: Alte Transistoren raus, neue rein - jaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa!!!!

Seitdem klingt die Endstufe wieder wie frisch vom Band gefallen. Wahnsinn!

Tja, darauf hätte man eventuell auch früher kommen können. Normalerweise kennt man es bei Transistoren ja so, dass sie im Fehlerfall gerne mal durchlegieren, d.h. eine Kurzschluss haben oder in ganz seltenen Fällen auch hochohmig werden.
Im Fall der Bose-Endstufen ist es offensichtlich so, dass sich der Bahnwiderstand der Transistoren erhöht und dadurch die Verstärkung der Endstufe abnimmt. Dieser Effekt hat aber wohl keine qualitativen Auswirkungen auf das Musiksignal, zumindest keine, die ich mit dem blossen Ohr wahrnehmen kann.

So, bevor jetzt alle Bose-Flatter-Endstufen-Geschädigten losrennen um Ersatzteile für die Endstufen zu kaufen möchte ich noch eine Sache loswerden. Wenn man auf die Bezeichnung der Elkos in den Bose-Endstufen sieht, dann erkennt man schnell, dass sämtliche Kondensatoren für Temperaturen bis 105° Celsius ausgelegt sind. Dieses hat auch seinen Sinn und ich kann nur jedem dringend raten für die Reparatur Kondensatoren zu nehmen, die für den gleichen Temperaturbereich ausgelegt sind. Es macht mit Sicherheit keinen Sinn wegen ein paar Cent Kondensatoren zu nehmen, die für den Custom-Bereich (bis 85° Celsius) zu nehmen. Jeder von Euch hat mit Sicherheit sein Auto im Sommer schon mal in der Sonne stehen lassen, und jeder kann sich vorstellen welche Temperaturen sich dann unter direkter Sonneneinstrahlung insbesondere auch auf der Heckablage bilden können. Hohe Temperaturen und grosse Lade- bzw. Entladeströme verstärken bei Elkos den Alterungsprozess.

Als Ersatztyp für die Endstufentransistoren habe ich den IRFZ24 der Firma International Rectifier genommen. Dieser wird auch im Internet auf einigen hier bereits genannten Seiten empfohlen. Das Problem hierbei ist nur, dass das Gehäuse der original Transitoren in den Bose-Endstufen voll isoliert ist, das Gehäuse des IRFZ24 ist leider ein einfaches TO220 ohne Isolierung. Daher müssen die Transisoren isoliert aufgebaut werden. Darüber hinaus werded Ihr wahrscheinlich Probleme bekommen, wenn Ihr Elkos der Kapazität 820 µF besorgen wollt. Da diese Kondensatoren wahrscheinlich puffernde Funktion haben, z.B. für Bootstrap oder ähnliches, habe ich diese gegen Elkos der Kapazität 1000 µF ausgetauscht.

Die Reparatur der Endstufen an sich ist gar nicht so schlimm. Die Hauptarbeit besteht darin die Vergussmasse von den Spulen und Kondensatoren zu entfernen. Hierzu empfehle ich Euch die Vergussmasse mit einem Heissluftfön zu erwärmen. Dann bekommt man den Verguss leichter entfernt. Beim entfernen dieser Masse ist aber unbedingt daruf zu achten, dass die IC´s auf der Platine nicht beschädigt werden, weder mechanisch, noch thermisch.

Wenn der Verguss ab ist kann man damit beginnen die Elkos und die MOSFETs auszulöten. Zum Entfernen des Lötzinns ist eine Entlötpumpe unbedingt zu empfehlen. Entlötlitze eignet sich weniger gut. Wenn alle Bauteile ausgelötet sind sollte die Platine gereinigt werden, damit das Lötzinn beim Einbau der neuen Bauteile besser fliesst. Hierzu eignet sich KONTAKT_WL besonders gut. Dann müssen nur noch die neuen Bauteile eingelötet werden.

Die Kosten für die Ersatzteile belaufen sich inklusive der Transistoren unter 5 Euro.

Gruss aus Kiel

Maadin




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Hallo Martin,

ist ja wirklich super.

Nur dachte ich, du hättest die in Mailinglisten und Internetseiten angegebenen IRFZ24-Transistoren bereits in der Vergangenheit getauscht?

Maik

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Das habe ich nicht wirklich.

Ich habe mal von einer intakten Endstufe zu Testzwecken zwei Transistoren
ausgebaut und in eine defekte eingebaut. Bei dieser Aktion hätte ich dann besser
alle Transistoren tauschen sollen, denn ich hatte keinene Erfolg. Zu der Zeit, als
ich diesen Versuch unternommen hatte, gab es auch noch keine Infos über Ersatztypen für die MOSFETs auf den Verstärkerplatinen.
Tja, ohne Arme keine Kekse ;-)))


Gruß

Martin





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Na das ist mal ne super Nachricht , ich glaube ich schicke dir mal nen LS zum reparieren wenn du Zeit und lust hast!!??

Mfg Björn


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Carpal \'Tunnel
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Hi Ihr und Maadin,
da ich heute Zeit hatte ,die ersten von Martin (Dr.Mabose ) bereits instandgesetzten Endstufen wieder ihren ursprünglichem Platz in meinem Langen einzubauen ,hier die Erfolgsmeldung.
Vorher:
1xgeflatter,2xziemlich Leise (dafür bei Lautstärke Off,ziemlich lautes rauschen),2xTop Funktion (ich weiß es sind 5 Lautsprecher,einen hatte ich schon nachgekauft und ausgewechselt).
Nachher:
Alle Lautsprecher volle Funktion,keinerlei negative Eindrücke (außer das meine Frau meckert,warum ich auf dem hinteren Sitz sitze und nicht mehr aussteigen will).

Maadin hat vorsichtshalber alle Lautsprecher überholt, mit vollem Erfolg.
Sein Einsatz und die Beharrlichkeit die defekten Teile zu suchen und auszutauschen ,ist unbezahlbar,nochmal meinen allerherzlichsten Dank und ich wünsche euch eine schöne Hochzeitsreise (wink mit dem Zaunpfahl !!).
So, nun setze ich mich wieder ins Auto.
Bis dann.


Was wir wissen ist ein Tropfen,was wir nicht wissen ein Ozean !

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